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  • Mi., 01. April 2015, 12:56 Uhr
    Anregungen und Bedürfnisse der Bürger im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt – Grüne Schiene“ wurden jetzt vor Ort in Augenschein genommen

    Subjektives Sicherheitsempfinden verbessern

    Bei der Sicherheitsbegehung im Projektgebiet „Soziale Stadt – Grüne Schiene“ nahmen die Schlüsselpersonen verschiedene Bereiche in Augenschein, wie beispielsweise die Pfrimmanlage.


    Dass das Projekt „Soziale Stadt – Grüne Schiene“ nicht nur am Runden Tisch geplant und entschieden wird, wird nicht nur durch die vielfältigen Bürgerbeteiligungsformen deutlich. Im Rahmen einer Sicherheitsbegehung machten sich sämtliche Schlüsselpersonen nun vor Ort ein eigenes Bild.

    Bereits bei den Auftaktveranstaltungen und bei der Zukunftswerkstatt konnten die Planer aus Verwaltung und den beiden beauftragten Büros einige Eindrücke von den Wünschen und Bedürfnissen der Anwohner des Projektgebietes „Grüne Schiene“ gewinnen. Die Auswertung der Bürgerbefragung bestätigte schließlich diese ersten Eindrücke. Insgesamt bewerten die Bürger ihr jeweiliges Wohnquartier positiv, ein wichtiges Thema ist jedoch das subjektive Sicherheitsempfinden, das die Bürger an einigen Stellen als verbesserungswürdig empfinden.

    Vor Ort im Projektgebiet
    Bei einem gut zweistündigen Fußmarsch durch das Projektgebiet nahm die rund zwanzigköpfige Gruppe, bestehend aus Mitgliedern des Lenkungskreises – u.a. Vertretern verschiedenster Bereiche der Verwaltung, des Landschaftsarchitekturbüros Bierbaum-Aichele, des Büros Stadtberatung Dr. Sven Fries und der Polizei sowie Vertreter von (Sozial)verbänden, Institutionen und Ortsbeirat-  besonders neuralgische Punkte in Augenschein. Beginnend an der Pfrimmbrücke in der Neuhauser Gaustraße, führte Klaus-Dieter Aichele die Gruppe zu den Örtlichkeiten, die in der Bürgerbefragung als subjektiv unsichere Stellen identifiziert worden waren. „Wir können hier, direkt vor Ort, in einer anderen Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen und die Situation besser beurteilen“, erläuterte Klaus-Dieter Aichele die Intention der Ortsbegehung.

    Potenzielle Sicherheitsdefizite geprüft
    Und in der Tat erwies sich der Rundgang als äußerst ergiebig, die Teilnehmer nahmen sich viel Zeit, um jedes potenzielle Sicherheitsdefizit gründlich zu prüfen und Lösungsvorschläge zu diskutieren. Die Begehung führte von der Pfrimmbrücke in Neuhausen zur Pfrimmanlage, von dort aus zum Konrad-Meit-Platz, wo Klaus-Dieter Aichele eine attraktivere Platzgestaltung vorschlug, um Begegnungsmöglichkeiten im Freien zu schaffen und von dort aus weiter durch den Neuhauser Tunnel. „Hier können wir momentan nicht viel machen, aber die Bahn plant ja bereits eine Umgestaltung des Bauwerks“, weiß der Landschaftsarchitekt ob des Handlungsbedarfs. Zudem fehlt ihm an dieser Stelle (Ecke Bensheimer Straße) derzeit eine tunnelnahe Straßenquerungsmöglichkeit für Fußgänger, um eine bessere Verbindung zwischen Neuhausen und dem Nordend herzustellen.

    Die Gruppe am Neuhauser Tunnel.


    Wegeverbindungen als zentraler Punkt
    Das Thema Wegeverbindungen ist ein zentraler Punkt im Projekt „Grüne Schiene“, was auch bei der Ortsbegehung nochmals deutlich wurde. Die Bahngleise trennen beide Quartiere momentan stark, Unterführungen und verbindende Wege werden von Bürgern als unsicher empfunden. Müll an den Fußgängerwegen und mangelnde Beleuchtung waren bei der Bürgerbefragung häufig genannte Kritikpunkte. Deshalb beging die Truppe auch den  Ahornweg, der sich bereits in der Zukunftswerkstatt als besonders unliebsam herauskristallisiert hatte.

    In der Kleinen Weide demonstrierten Klaus-Dieter Aichele und Dr. Sven Fries, wie eine bauliche Verdichtung in diesem Bereich aussehen könnte. „Wie eine solche Maßnahme dann letztendlich ausgestaltet wird, entscheiden wir erst viele Schritte später. Selbstverständlich werden wir auch die Anwohner in den Prozess einbeziehen“, so Aichele.

    Nicht nur die Verbindung zwischen den Wohnquartieren in Nordend und Neuhausen könne verbessert werden, auch die Pfrimm, so waren sich alle Teilnehmer am Ende einig, sei ein Element, das man stärker in die Planungen einbeziehen könne. Sie biete viele Möglichkeiten der Naherholung. Mit der Um- und Neugestaltung der Bahnflächen kann das Gebiet darüber hinaus attraktiver gestaltet und neu belebt werden.

     

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