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  • Mo., 07. November 2016, 13:19 Uhr
    Umsetzung von Jugendzentrumsidee in der alten Güterhalle erweist sich als schwierig / Jens Guth: weitere Alternativstandorte prüfen

    Suche nach Jugend-Kulturzentrum geht weiter

    Benjamin Weisbach klärte über die Probleme bei einer eventuellen Nutzung als Jugendzentrum auf.


    Seit der Veranstaltung „Jugend braucht Raum“ vor 30 Jahren bei den Wormser Jusos scheint sich in diesem Bereich wenig verändert zu haben, erinnern sich SPD-Vorsitzender Jens Guth und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uwe Gros an vergangene Zeiten.

    Schon damals wurde nach Räumen für Jugendliche gesucht und diese Suche findet auch bei der Besichtigung der alten Güterhalle auf Einladung von MdL Jens Guth kein Ende.

    Eher macht sich Ernüchterung bei den Besuchern breit, als die ersten Schritte in die riesige, knapp 1.000 Quadratmeter große Halle gemacht sind.

    Vorhandenen Mittel reichen nicht aus
    Oberbürgermeister Michael Kissel bringt es dann auch auf den Punkt. Die im Haushalt vorhandenen Mittel werden kaum ausreichen um diese Halle in ein Jugendzentrum umzuwandeln, nimmt Kissel kein Blatt vor den Mund.

    Kritisch ist vor allem ein in der Halle befindlicher Hochspannungsmast, der durch das Dach ragt. Zu diesem müssen 5 Meter Abstand gehalten werden, erläutert Benjamin Weisbach von der DB-Immobilen-Gesellschaft. Da die Stromleitung für die Versorgung des Hauptbahnhofs gebraucht werde, könne dieser nicht einfach getrennt werden. Eine Verlegung sei möglich, aber nur wenn die gesamte Trasse verlegt werde, so der Bahnangestellte.

    Da im Moment die Planungen für die Verlegung des benachbarten Tunnels anlaufen, scheint es deshalb sinnvoll hier abzuwarten, denn die 1,6 Millionen Euro, die für ein Jugend- und Kulturzentrum im Zusammenhang mit dem Projekt „Soziale Stadt“ bereitstünden, könnten schnell für eine solche Maßnahme verbraucht sein. Dabei seien dann Brandschutzbestimmungen, sanitäre Anlagen, ein separater Zugang, etc. noch gar nicht berücksichtigt,

    „Das wäre genial“
    „Das wäre genial“, bedauert der Vorsitzende des Jugendparlaments Bernd Braun am Ende der Besichtigung. Die Halle hätte den Geschmack der jungen Leute genau getroffen. „Wir wollen keine weißen Wände“. Aber auch Braun ist der Auffassung, der Aufwand, die alte Backsteinhalle zu einem Jugend- und Kulturzentrum umzurüsten, wäre immens.

    Doch bereits in der unmittelbaren Nachbarschaft könnte sich ein alternativer Standort auftun: mit der Frucht-Lagerhalle in der Güterhallenstraße. Diese befindet sich im Eigentum der städtischen Wohnungsbau GmbH und steht zurzeit leer. „Darüber hinaus suchen und prüfen wir natürlich weitere Optionen“, so Jens Guth. Darüber hinaus ist es aber sinnvoll, die aktuellen Entwicklungen rund um das Bahngelände abzuwarten, so der Parlamentarier.

     

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