Auf einer Informationsveranstaltung präsentierte der Landesbetrieb Mobilität den Fortgang der Bauarbeiten an der B 47 neu
Südumgehung geht in zweite Phase
Die Info-Veranstaltung des LBM am Montagabend im Kesselhaus war gut besucht. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Spatenstich für die B 47 neu erfolgte im Sommer 2016. Absicht des 2,3 Kilometer langen, vierspurigen Abschnitts der B47 ist es, die Nibelungenstadt vom Verkehr zu entlasten und täglich rund 20.000 Autos und Lastwagen südlich um die Kernstadt herumzuführen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro. Die reinen Baukosten betragen 30 Millionen Euro, die restlichen 6 Millionen entfallen auf den Grunderwerb. Der Bund finanziert das Projekt komplett, sodass auf die Stadt nur die Kosten für Straßenanschlüsse zukommen. Der Abschluss des Gesamtprojektes ist für 2021 oder 2022 vorgesehen. Im Zuge der Arbeiten werden acht Brückenbauwerke, drei Anschlussstellen und fünf neue Kreisel entstehen.
Abschluss des 1. Bauabschnitts
Nachdem im August 2016 die Arbeiten am ersten Bauabschnitt mit den Anschlussstellen zur Kolpingstraße begonnen wurden, konnte diese Phase jetzt abgeschlossen werden. Für die Jahre 2018 und 2019 stehen umfangreiche Bautätigkeiten mit den Anschlussstellen an der Horchheimer und Weinsheimer Straße an. Diese Arbeiten werden zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Umleitungen führen. Um die Anwohner wie auch interessierte Wormser zu informieren, veranstaltete die zuständige Behörde, der Landesbetrieb Mobilität, am Montagabend im Kesselhaus einen Info-Abend. Rund 150 Bürger folgten der Einladung. Am Beginn der Veranstaltung stand eine 30-minütige Präsentation, in der der zuständige Mitarbeiter, Martin Schafft, einen Überblick zum Projektfortgang verschaffte. Der Fokus lag dabei auf den Jahren 2018 und 2019 mit dem Schwerpunkt der Anschlussstellen Horchheimer und Weinsheimer Straße. Die gesamte Präsentation ist unter folgender Internetadresse einsehbar: suedumgehung-worms.de
Zunächst Kanalarbeiten
Eine zentrale Botschaft für die Zuhörer war, dass die Horchheimer und die Weinsheimer Straße in ihrer jetzigen Form und Funktion spätestens nach dem Jahr 2019 nicht mehr existieren werden. Beide Straßen werden gekappt und in Einbahnstraßen umgewandelt. Die Zufahrt für Autos und Transporter aus Horchheim in die Innenstadt wird zukünftig nur mehr über die Kolpingstraße oder die neue Zufahrtsstraße erfolgen, die über die B47 hinweg gehen wird. Von Januar bis Oktober 2018 werden in dem Bereich des Bauabschnittes Horchheimer-/Weinsheimer Straße zunächst Gasleitungen und Telekommunikations- sowie Stromleitungen verlegt. Die Bauarbeiten zur eigentlichen Anschlussstelle mit Brückenbauwerk sowie der vierspurigen Trasse der B 47 starten im April 2018. Dann wird der Verkehr über eine zunächst provisorisch angelegte Spange umgeleitet, die später Teil des gesamten Verkehrsnetzes wird. An der Weinsheimer Straße ist im Sommer oder Herbst 2018 mit einer rund zehnwöchigen Sperrung zu rechnen. Die Umleitung soll in dieser Zeit über die Höhlchen- und Weinbergstraße erfolgen.
Der Abschluss aller Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ist bis Herbst 2019 vorgesehen. Dann soll auch die Verkehrsfreigabe für diese Teilbereiche erfolgen. Ebenfalls bis Ende 2019 soll die Brücke über die Bahnstrecken von Worms nach Mannheim erfolgen. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, da die Arbeiten bei „laufendem Bahnbetrieb“ durchgeführt werden müssen.
Engagierte Diskussion
Im Anschluss an die Präsentation des LBM fand eine engagierte Diskussion bzw. Fragerunde statt. Im Kern ging es dabei um zwei Fragenkomplexe. Dies war einmal der Lärm oder exakter, der Lärmschutz. Hier erläuterten die Mitarbeiter des LBM, dass die entsprechenden Schutzmaßnahmen genau berechnet worden seien. Der zweite große Bereich, zu dem Fragen gestellt wurden, war die Bauphase rund um die Horchheimer/Weinsheimer Straße, wenn es dort zu Sperrungen und Umleitungen kommt. Besonders eine Umleitung des Verkehrs durch die Höhlchen- und Weinbergstraße stieß auf heftige Kritik, da diese Straßen damit überlastet wären. Hier wird der LBM noch einmal nachdenken, um für eine möglichst entspannte Situation zu sorgen.
Persönliche Beratung
Der Leiter des LBM, Bernhard Knoop, wies daraufhin, dass seine Mitarbeiter bei Detailfragen gerne zur Verfügung stehen und diese persönlich klären. Ansprechpartner LBM: Martin Strehler, Tel.: 06241/401 685; Ansprechpartner Stadt Worms: Gabriele Adams, Tel.: 06241 / 853 6620