Do., 19. März 2015, 10:12 Uhr
Landesrechnungshof gibt grünes Licht für weiterführende Planungen zu Lückenschluss L 455
Südwestumgehung Offstein wieder im Fokus
Der Landesrechnungshof hat die Pläne zur Südwestumgehung in Offstein (Verbandsgemeinde Monsheim) geprüft und hält diese für grundsätzlichen unbedenklich. Damit können nun seitens des Landesbetriebes für Mobilität (LBM) weitere Planungsschritte zur Verlängerung des bereits bestehenden Teilstücks der L455 Hohen-Sülzen eingeleitet werden. Dies erfuhr nun die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp in einem Schreiben aus dem Ministerium für Infrastruktur. Vorausgegangen war ein Schriftwechsel, in dem sich die Abgeordnete vehement für den Lückenschluss eingesetzt.
Teilstück von besonderer Bedeutung
„Dieses kleine Teilstück ist für die Ortsgemeinde Offstein von besonderer Bedeutung. Vor allem die Anwohner in der Neuoffsteiner Straße klagen immer wieder, dass dort zu schnell gefahren wird und es infolge zu Gefahren für Verkehr und Passanten komme“, berichtet Abgeordnete Anklam-Trapp von ihren Gesprächen vor Ort. Seit 2007 macht sich die Abgeordnete gemeinsam mit Landrat Ernst Walter Görisch, Verbandsbürgermeister Ralph Bothe sowie Ortsbürgermeister Robert Kuhn für den Lückenschluss der Ortsumgehung stark. Zwar werde im Koalitionsvertrag der Landesregierung der Erhalt und die Sanierung bestehender Verkehrswege, dem Aus- und Neubau von Straßen vorgezogen. Da für die Südwestumgehung aber bereits 1987 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wurde, gilt die Maßnahme nicht als Neubau im Sinne der Regierungsvereinbarung.
Nadelöhr am Offsteiner Rathaus
Bei dem geplanten Lückenschluss handelt es sich um die Fortführung eines im Jahr 1979 fertig gestellten ersten Teilstücks der aus Hohen-Sülzen führenden Entlastungsstraße L455. Aufgrund der Eingabe eines sich in seiner Existenz bedroht fühlenden landwirtschaftlichen Betriebes wurden die Planungen zwischenzeitlich ausgesetzt. Diese Bedenken konnten inzwischen einvernehmlich ausgeräumt werden. Mit dem positiven Votum des Landesrechnungshofes erhält der Landesbetrieb für Mobilität in Worms nun grünes Licht, um die Maßnahme fortführen zu können. Ziel ist es das innerörtliche Nadelöhr am Offsteiner Rathaus zu entschärfen und die Menschen der Ortsgemeinde vom starken Durchgangsverkehr zu entlasten.