WELTFFRAUENTAG: ver.di-Aktion im Wormser Klinikum / Gewerkschaft lehnt in der Tarifrunde angedachte Gehaltsabsenkung ab
Süßes und Saures
Von links: Als ver.di-Vertrauensfrauen überbrachten Waltraud Nolte, Petra Bock und Maike Nargang im Wormser Klinikum Süßes und Informationen zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst.
Der Internationale Frauentag fing für die Kolleginnen des Frühdienstes im Wormser Klinikum gut an: Sie wurden von den ver.di-Vertrauensfrauen mit einem süßen Gruß überrascht.
Neben Süßem gab es aber auch Saures – gemeint sind die aus Sicht der Gewerkschaftlerinnen keineswegs erfreulichen aktuellen Informationen zur Tarifrunde öffentlicher Dienst. Denn die Arbeitgeber möchten ihnen zufolge für den Bereich der Krankenhäuser und in der Altenpflege eine Kürzung der Gehälter in Kliniken und Pflegeeinrichtungen durchsetzen. So könnten sie sich vorstellen, den Tarifvertrag zur Zukunftssicherung der Krankenhäuser (TV ZUSI) sowie den Tarifvertrag Soziale Dienste für die Altenpflege und -hilfe wieder in Kraft zu setzen. Würden diese Tarifverträge zur Anwendung kommen, könnten Kliniken bis zu sechs Prozent, Arbeitgeber in der Altenpflege bis zu fünf Prozent weniger zahlen. Dass eine solche Forderung wieder einmal für eine Branche aufgestellt wird, in der über 80 Prozent der Beschäftigten weiblich sind, machte gerade am Internationalen Frauentag nachdenklich.
Nach der anstrengenden Corona-Zeit, in der Beschäftigte bis an ihre Belastungsgrenze gingen, um die Versorgung der Kranken und Pflegebedürftigen aufrecht zu halten, wird die Forderung nach Gehaltsabsenkung als unannehmbar und als Zumutung empfunden.