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  • Fr., 25. November 2016, 13:29 Uhr
    Information zu Beratungsangeboten stand im Mittelpunkt des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in Worms

    Superheldinnen gegen Gewalt gesucht!

    Gemeinsam mit Frauen und Männern, die sich beruflich und im Ehrenamt gegen Gewalt an Frauen engagieren, hissten Oberbürgermeister Michael Kissel und Gleichstellungsbeauftragte Jasmine Olbort die Fahne „frei leben – ohne gewalt“ der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.

    Körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner zählt auch in Deutschland zu den häufigsten Verletzungsursachen bei Frauen. Bei einer Feierstunde im Wormser Rathaus anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Freitag, dem 25. November, gedachte Oberbürgermeister Michael Kissel den Betroffenen und drückte seine Solidarität mit den Opfern von Partnerschaftsgewalt aus.


    Im Jahr 2015 kamen in Deutschland 331 Frauen durch die Hand des Partners oder Ex-Partners ums Leben, insgesamt 104.000 Frauen waren von häuslicher Gewalt betroffen. Angesichts dieser Zahlen ist es umso wichtiger, bestehende Unterstützungsangebote sichtbar zu machen und Frauen über Hilfen zu informieren.


    Mit der neuen Kampagne „Superheldinnen gegen Gewalt“, die bei der Gedenkveranstaltung vorgestellt wurde, möchte der Frauennotruf Worms vor allem Frauen ansprechen, die bisher noch nicht den Weg in die Beratungsstelle fanden. „Erreicht werden sollen insbesondere Frauen mit Fluchterfahrungen, die nur wenig Deutsch sprechen, sowie Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen“, erläutert Regina Mayer das Ziel der vom Bundesverband der Frauennotrufe ins Leben gerufenen Kampagne. Der Spot setzt auf eine klare, leicht verständliche Bildsprache und ist außerdem in verschiedenen Sprachen, darunter Arabisch und Englisch, unter www.frauenzentrumworms.de abrufbar.


    Zusätzlich beteiligten sich wieder zahlreiche Wormser Bäckereien an der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ und verkauften ihre Brötchen am 25. November in speziell bedruckten Anti-Gewalt-Tüten. Der Soroptimist Club Worms sammelte außerdem Spenden, um die Beratungsstellen vor Ort zu unterstützen. Gemeinsam mit Frauen und Männern, die sich beruflich und im Ehrenamt gegen Gewalt an Frauen engagieren, hissten Oberbürgermeister Michael Kissel und Gleichstellungsbeauftragte Jasmine Olbort im Anschluss an die Veranstaltung die Fahne „frei leben – ohne gewalt“ der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes. Sie wird bis zum 9. Dezember als deutliches Zeichen der Solidarität vor dem Rathaus wehen.

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