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  • Sa., 27. September 2025, 14:38 Uhr
    FUSSBALL LANDESLIGA: Gimbsheim kürt sich zum Derby-Meister der Vorrunde / TSG feiert zweiten Saisonsieg

    Superlative Ali Aslan

    Sechs Tore für die Geschichtsbücher und das in einem Spiel. Damit erzielte Ali Aslan (Bild) seine ersten Tore in dieser Saison.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Zum Kerwe-Auftakt deklassierte der SV Gimbsheim mit einem 7:0 (4:0) Erfolg den TuS Neuhausen. Ein Freitagabend, an dem viele Dinge gefeiert werden konnten und einige Superlative aufgestellt worden sind. Das Kerwe-Wochenende der Altrheiner war damit gesichert. Für ein ausgiebiges Feiern gab es kein Zurückhalten mehr. Alle drei Derbys gehen damit an die Altrheiner – ohne einen einzigen Gegentreffer kassiert zu haben.

    Es war der zweithöchste Sieg, seitdem Gimbsheim in der Landesliga agiert. Im Mai 2023 erzielte der Verein ein 8:0 gegen Rülzheim. Für das Sahnehäubchen sorgte aber Mittelstürmer Ali Aslan. Sechs der sieben Tore gingen auf sein Konto. Schon zur Pause sorgte er mit vier Toren für klare Verhältnisse. Dabei war ein lupenreiner Hattrick zu sehen. Egal, wie und wohin die Bälle kamen, er war zur Stelle und versenkte sie. Von den zwei erfahrenen TuS-Innenverteidiger war er nicht aufzuhalten. Eine Leistung, die auch TuS-Trainer Franz Graber neidlos anerkennt. „Er ist brutal zu verteidigen. Aber auch gegen Adriano Fragomeli hatten wir kein Rezept.“ Für SV-Trainer Steven Jones ein Ausrufezeichen: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Spieler meiner Mannschaften sechs Tore gemacht hat. Das freut mich für ihn besonders. Er war lange verletzt, jetzt kommt er langsam zurück und ist eigentlich noch nicht bei hundert Prozent.“

    Phasenweise ein Klassenunterschied

    Fünfzehn Minuten durfte der TuS Neuhausen mitspielen. Dabei hätten sie in Führung gehen müssen. Der in der Anfangsphase sehr agile Jann Patrick Tatchim stand nach schöner Einzelleistung plötzlich frei vor Torhüter Niklas Radmacher, doch er brachte den Ball nicht im Tor unter. Kurz darauf hatte Nico Scherer etwas Glück, dass er nach einem Freistoß kein Eigentor praktiziert hatte. Trainer Franz Graber: „Danach sind wir in alte Muster verfallen.“ Der folgende Eckball wäre dem TuS beinahe um die Ohren geflogen. Nach einer Produktion der Fragomeli-Brüder konnte Torhüter Rohde den Ball gerade noch abwehren. Ab jetzt wurde es eine einseitige Partie. Phasenweise war es mehr als ein Klassenunterschied. Der SV Gimbsheim, eine kompakte, gewachsene und erfahrene Truppe, hatte jetzt auf heimischem Gelände die Nase vorn. Die Gäste wirkten überfordert. Vor allem im schnellen Spiel wurden Defizite aufgedeckt und dadurch keine Entlastung erspielt. Auch wenn sie eine bessere kämpferische Einstellung als letzte Woche gezeigt hatten, war es ihnen nicht möglich, die Gastgeber aufzuhalten.

    Die Gegentore fielen auch viel zu einfach: In der 20. Minute der Führungstreffer. Pierro Fragomeli hatte viel zu viel Platz für seine Flanke und in der Mitte stand Ali Aslan völlig blank und traf per Kopf. Kurz darauf, Flanke von der anderen Seite und wieder traf Ali ohne einen Gegenspieler mit einer Direktabnahme. Das dritte Tor war eine Fehlerkette zwischen Defensive und Torhüter, Aslan ging dazwischen – Tor. Beim letzten Treffer in der ersten Hälfte ging für den TuS alles zu schnell. Adriano Fragomeli war über rechts nicht aufzuhalten und Ali Aslan im Strafraum ohne Mühe. Jede kleine Unachtsamkeit wurde bestraft. 

    Die zweite Hälfte wurde gemächlicher gestartet. Gimbsheim ließ Ball und Gegner laufen. Der TuS agierte nicht, sie reagierten nur. Folgerichtig traf Ali noch einmal per Kopf und vollendete einen Querpass im Strafraum. Die Aslan-Festspiele beendete Reda Chkifa in der 86. Minute mit einem Schlenzer zum 7:0-Endstand.

    TuS gelobt Besserung

    Dass es schwer werden würde für die Gäste, waren sie sich vorher im Klaren. Die Höhe der Niederlage darf aber nicht passieren. „Moralisch gesehen ein Fiasko. Aber wir werden wieder aufstehen, an uns arbeiten und alles in die Waagschale werfen, dass wir bessere Resultate erzielen“, so Trainer Franz Graber. Für Trainer Steven Jones ein gelungener Kerwe-Auftakt. „Wir waren sehr effektiv. Haben das Kerwe-Spiel angenommen, so wie es sein muss. Mich freut noch, dass wir es bis zum Schluss durchgezogen haben.“

    TSG Pfeddersheim – SVW Mainz 4:2 (2:1)

    Endlich hat sich die TSG für ihren Aufwand belohnt. Auch die Nackenschläge wurden weggesteckt, wie das frühe 0:1 und der Ausgleich direkt nach der Pause. Sie sind diesmal stabil geblieben und hatten auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.

    VfR Wormatia Worms II – FSV Offenbach 5:1 (1:0)

    Dritter Sieg in Folge, nach vier Niederlagen zuvor. Die junge Mannschaft der Wormatia agiert gefestigter als in ihrer Schwächephase. Die Spieler haben sich nach dem Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen lassen und in den letzten zwanzig Minuten den Erfolg herausgeschossen.

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