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  • Di., 05. Mai 2020, 10:47 Uhr
    Frauennotruf Worms: Aushänge und Informationsmaterialien in den Geschäften

    Supermärkte können in der Coronakrise Betroffenen helfen

    Das Coronavirus hat den Arbeitsalltag von allen verändert und auch die Mitarbeiter in Supermärkten vor neue Herausforderungen gestellt: Sie leisten seit Wochen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen und mussten daher viel stemmen. Dennoch traten die Frauennotrufe in Rheinland Pfalz bereits Ende April nun mit einer Bitte an die verschiedenen Supermärkte und Apotheken heran: „Wir möchten gerne so viele Frauen und Mädchen wie möglich erreichen und auf unser Beratungsangebot aufmerksam machen,“ so Vanessa Kuschel, von der Mainzer Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt.

    Trotz der sogenannten „Coronakrise“ berät und unterstützt der Frauennotruf Worms weiterhin von sexualisierter Belästigung und Gewalt Betroffene und deren Bezugspersonen. Die Fachfrauen wissen: Gerade in Krisenzeiten können alte Verletzungen und schwierige Erinnerungen durch zurückliegende Gewalterfahrungen wieder hochkommen. Außerdem kann es in Gewaltbeziehungen auch vermehrt zu sexualisierten Übergriffen und Gewalt kommen. Viele betroffene Frauen und Mädchen schweigen, denn gerade jetzt ist es schwer, über das Erlebte zu sprechen.

    Ein „wichtiger Anker“
    Daher hatte der Frauennotruf Worms bereits im April die lokalen Supermärkte und Apotheken um ihre Mithilfe gebeten. Auch Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey trat letzte Woche an die Geschäfte heran. „Als wichtiger Anker in der täglichen Versorgung der Menschen, haben Supermärkte zurzeit besonders viel zu leisten. Als Fachberatungsstelle möchten wir die Schlüsselposition nutzen und mittels Plakaten auf das bestehende Unterstützungsangebot aufmerksam machen“, so Helena Duve vom Frauennotruf Worms.

    In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren sei es noch schwieriger, sich Unterstützung und Hilfe zu holen. Aushänge und Infomaterial sollen die Hemmschwelle senken. „Es hilft, mit anderen in Kontakt zu treten. Social distancing bezieht sich auf räumliche Distanz, nicht auf persönliche Isolation“.

    Der Frauennotruf Worms dankt den Supermärkten und Apotheken für die Mithilfe. Telefonisch ist er erreichbar unter 06241/6094. Der Anrufbeantworter wird regelmäßig abgehört. Möglich ist die Kontaktaufnahme auch per E-Mail unter notruf@frauenzentrumworms.de

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