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  • Do., 18. Juni 2015, 13:38 Uhr

    SWR: Richter am Wormser Amtsgericht verhängt Bewährungsstrafen für »Black Jackets«

    Vor drei Jahren gingen in der Wormser Innenstadt mehr als 20 Mitglieder zweier Banden aufeinander los. Fünf Beteiligte sind jetzt verurteilt worden. Drei Jahre hatten die Ermittlungen im Vorfeld gedauert - nach einem halben Tag am Wormser Amtsgericht machte der Richter kurzen Prozess: vier der Angeklagten, allesamt Mitglieder der Rockergruppe „Black Jackets”, bekamen Haftstrafen zwischen 6 Monaten und einem Jahr und drei Monaten, berichtet der Südwestrundfunk.

    Alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Ein fünftes Mitglied muss 500 Euro Bußgeld zahlen. Zuvor hatte es eine Absprache zwischen allen Beteiligten gegeben; die Männer hatten die Taten, unter anderem Körperverletzung und illegaler Waffenbesitz, größtenteils gestanden.

    Ein sechster Angeklagter, der zu der verfeindeten Gruppierung gehören soll, bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess gegen ihn wird abgetrennt und fortgesetzt. Bei der Auseinandersetzung gingen die Männer auch mit einer Eisenstange aufeinander los, heißt es in der SWR-Meldung. Auslöser für die Auseinandersetzung vor drei Jahre soll der Streit um eine Frau in einer Wormser Diskothek gewesen sein. Daraus entwickelte sich eine Massenschlägerei auf offener Straße. Mitglieder der Rockergruppierung „Black Jackets” und einer anderen Gruppe gingen im Februar 2012 mehrmals aufeinander los, zum Teil mit Eisenstangen und Messern. Es fielen auch Schüsse. Am Ende waren sieben Männer zum Teil schwer verletzt.

    Die Ermittlungen im Vorfeld gestalteten sich schwierig. Beispielsweise hatte die Staatsanwaltschaft DNA-Tests von allen Beteiligten angeordnet. So sollte geklärt werden, wer, wann, wie und wo beteiligt war. Die Anklageschrift umfasste mehr als 40 Seiten, 130 Zeugen waren in den Prozessakten aufgeführt, ursprünglich waren acht Verhandlungstage angesetzt.

    Wegen der Rivalität unter den Angeklagten waren am Wormser Amtsgericht besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. So waren zu Prozessbeginn mehr Polizisten vor Ort als üblich, außerdem gab es zwei Sicherheitsschleusen, berichtet das SWR.

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