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  • Sa., 28. Februar 2015, 00:23 Uhr
    Hans Joachim Heist alias Gernot Hassknecht im Gespräch mit dem Nibelungen Kurier / Verlosung von 3x2 Karten für den 29. März

    Sympathischer Wutbürger von nebenan

    Der Star der heute-show, der wahrhaft kein Blatt vor den Mund nimmt, gastiert am 29. März im Mozartsaal: Gernot Hassknecht zeigt allen in „Das Hassknecht-Prinzip“, wie man es in zwölf Schritten zum Choleriker schafft! Foto: Willi Weber

    Von Vera Konersmann Ein wenig unsicher, was mich erwartet, war ich zunächst ja schon. Doch schnell stellte sich heraus, dass meine Sorge, „rund gemacht“ oder gar angebrüllt zu werden, völlig unberechtigt war. Hans Joachim Heist, der in der ZDF heute-show den cholerischen Gernot Hassknecht mimt, plauderte gut gelaunt und äußerst sympathisch über seinen Werdegang als Schauspieler, seine Rolle als leicht erregbaren Kommentator und sein Programm, auf das sich das Wormser Publikum am 29. März im Mozartsaal freuen darf.  Bereits die erste Frage „Herr Heist, wie geht es Ihnen?“ schmetterte er mit einem „Danke, auch schlecht!“ in die komödiantische Ecke „Dieses Höflichkeits-Geplänkel erspare ich mir gern“. Ganz und gar nicht kompliziert oder gar gereizt schloss sich dann ein nettes Gespräch mit dem Komödianten, der in Pfungstadt lebt, an.


    Da wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet
    Für seine Fans hat er mittlerweile Kultstatus erreicht. Hassknecht nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er sich lauthals über die Missstände in Deutschland echauffiert und trifft dabei immer den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. „Besonders die Themen Familie und Politik bieten hohes Erregungspotenzial“, erklärt Hans Joachim Heist. Als Hassknecht kann er sich ganz unverfroren über „Laufband-Dödel“ im Fitnessstudio, „beschränkte“ Verkehrsteilnehmer oder gar das Thema Ernährung aufregen. „Ein grundsätzlich gereiztes Wesen erreicht man nur mit der richtigen Ernährung“, scherzt Heist.


    Im wahren Leben sei er kein Choleriker, jedoch könnte er schon mal laut werden. „Und wer mich einmal laut erlebt hat, vergisst das nie“, nimmt sich der Schauspieler selbst ein wenig aufs Korn.


    Zunächst hat der 1,63 Meter große Hesse in Darmstadt „Bauingenieurwesen“ studiert, aber seine Liebe und seine Leidenschaft galten schon zu Schulzeiten dem Schauspiel. Dort hat er bereits gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder auf den Brettern, die die Welt bedeuten, agiert. Schließlich fasste er sich ein Herz, brach das Studium ab und folgte seiner inneren Stimme. Nachdem er erfolgreich Kurse an der Wiesbadener Schule für Schauspiel belegt hatte, folgten zahlreiche Engagements an verschiedenen Theatern. Dabei sollte es aber nicht bleiben, auch Fernsehluft schnupperte er schnell und ist mittlerweile auch selbst als Theater-Regisseur tätig. Zu der Rolle des Hassknechts kam er quasi wie die Jungfrau zum Kinde. „Eigentlich hatte ich am Casting für die Rolle des Korrespondent Ulrich von Heesen, die Dietrich Hollinderbäumer nun bekleidet, teilgenommen. Jedoch muss ich einen bleibenden Eindruck bei den etwas lauteren Szenen hinterlassen haben, sodass mir schließlich die Rolle des Gernot Hassknechts angeboten wurde“, erinnert sich Hans Joachim Heist. Seit 2009 tut er nun einmal wöchentlich seine unbeschönigte Meinung kund und kommt mit seiner unverblümten Art beim Fernsehpublikum super an.


    „Meine Familie ist mein Rückzugsort“
    Sein Terminkalender ist randvoll. „Umso mehr freue ich mich auf Momente mit meiner Familie“, berichtet der Schauspieler, der momentan viel auf Reisen ist. „Seit Beginn meiner Tournee 2013 sind die Momente, die ich zu Hause verbringe seltener geworden“. Auch sein Amt als Stadtverordneter in Pfungstadt, das er sechs Jahre innehatte, hat er aufgrund fehlender Zeit niedergelegt. „Meine Familie ist mein Rückzugsort und sie sind auch meine größten Kritiker“. Ob er denn mit Kritik gut umgehen könne? „So lange sie berechtigt ist“, kontert er augenzwinkernd. „Es gab tatsächlich Zeiten, da habe ich keine Kritiken mehr gelesen“.


    Wiederholungstäter in Worms
    Da die Nibelungenstadt nur einen Katzensprung von seiner Heimat entfernt ist, kennt Hans Joachim Heist sie nicht nur von seinen Auftritten dort. „Klar, waren wir früher auf dem Backfischfest unterwegs“ und auch die Festspiele habe er schon mehrfach besucht.


    Am 29. März wird er erneut die Stadt am Rhein aufsuchen, um seinem Publikum im Mozartsaal  ein für allemal näher zu bringen, dass ein Tag ohne Ausraster, ein verlorener Tag ist.  Dann wird der kleine Mann mit dem dezenten Haarkranz und der randlosen Brille wortgewaltig und garantiert parteiübergreifend während seines Kabarettprogramms „Das Hassknecht Prinzip – in zwölf Schritten zum Choleriker“  seinem Unmut Luft machen. „Das Programm entwickelt sich stets weiter. Wir aktualisieren es immer. Auch wurden ein paar Kommentare aus der heute-Show eingebaut. Die Zuschauer dürfen sich wirklich auf einen abwechslungsreichen Abend, der für Muskelkater im Zwerchfell sorgen wird, freuen“, erklärt Heist alias Hassknecht abschließend.


    Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, beim TicketService, Rathenaustraße 11 (im WORMSER), im Internet unter www.das-wormser.de sowie bei allen Ticket-Regional-VVK-Stellen. Der Eintrittspreis beträgt 26,20 Euro; Abendkasse: 28 Euro.


    Kühlen Kopf bewahren  und gewinnen
    Wer sich gern mit aufregen möchte, sollte bis zum 20. März eine Postkarte mit dem Stichwort „Choleriker“ an den Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms,  schicken. Der NK verlost für dieses bissige Event 3 x 2 Karten. Bitte die komplette Absenderadresse und die Telefonnummer nicht vergessen, denn die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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