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Di., 02. Dezember 2014, 15:45 Uhr
Regionales Kirchenparlament tagt in Worms und eher langjährige Mitglieder
Synode des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau
von links: Propst Dr. Klaus-Volker Schütz, Ute Koch, Manuela Witzl, Präses Alexander Ebert, Dekan Harald Storch
Vergangene Woche fand die Synode des evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau in der Wormser Friedrichsgemeinde statt.
Vor Beginn der eigentlichen Tagung gab es eine längere Andacht in der Friedrichskirche, bei der mehrere Dienstjubilare geehrt wurden. Propst Dr Schütz und Präses Ebert hoben den mittlerweile 25 Jahre lang währenden Dienst von Dekan Harald Storch hervor. „Nach 25 Jahren als Dekan kann man wohl sagen, dass du den Titel des Dekans weniger als Amt verstehst, sondern vielmehr als Dienst an der Kirche und der Gemeinschaft. Du bist zugewandt und weiterhin Gemeindepfarrer geblieben,“ betont Propst Schütz in seiner Ansprache. Dekan Storch ist damit der dienstälteste Dekan der EKHN.
Außerdem geehrt wurde Manuela Witzl, die bereits seit 20 Jahren die Geschicke in der Geschäftsstelle des Dekanats leitet und verknüpft. Nicht verwunderlich, dass sich schnell eine Reihe von Gratulanten bildete. Ebenfalls seit 20 Jahren ist Ute Koch beim evangelischen Dekanat im Pfarrjugendamt angestellt. Christian Schmitt, Kantor der Luthergemeinde, feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Dienstjubiläum.
Im Anschluss an die Ehrungen und den Empfang, wurde im wörtlichsten Sinne zur Tagesordnung der Synode übergegangen. Auf der Tagesordnung stand neben dem Haushalt, der durch die Regionalverwaltung Rheinhessen vorgestellt wurde, auch ein Vortrag des Flüchtlingspfarrers der EKHN, Peter Oldenbruch.
Oldenbruch referierte nicht nur über Fluchtursachen, sondern zeigte vor allem die schwierige Situation der Flüchtlinge auf, besonders wenn es um Einreise und Aufnahme in die Länder der Europäischen Union geht. Er wies auf den Unterbringungsdruck hin, unter dem die Kommunen stehen und betonte, dass Wohnungen für einzelne Flüchtlinge oder Flüchtlingsfamilien dringend gebraucht werden.
Während andere Dekanate speziell dazu Wohnungen ankaufen, wohnen im Dekanat Worms-Wonnegau bereits Flüchtlingsfamilien. In einer Wohnung im Gemeindehaus der Luthergemeinde beispielsweise wohnt eine vierköpfige Familie aus Syrien, in der Lukasgemeinde ist eine siebköpfige Familie untergebracht. Dekan Harald Storch und Präses Alexander Ebert stellten außerdem in Aussicht, dass eine bereits im Eigentum des Dekanats befindliche Wohnung, die bis vor kurzem vermietet war, Flüchtlingen zu Verfügung gestellt werden kann.
Die Kirchensynode ist das regionale Kirchenparlament eines jeden Dekanates und zuständig für die Gesetzgebung im Rahmen des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts, unter anderem für die Wahl des Vorstandes in Person des Dekan und des Präses. Wie der Vorstand, setzt sich auch die Synode sowohl aus geistlichen Vertretern als auch aus den sogenannten Laien zusammen. Während der Dekan immer aus den Reihen der Pfarrer gewählt wird, bildet der Präses den Gegenpol auf ehrenamtlicher Seite und ist der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes.