
Von Marcus Diehl › Nach nur einem Spieltag ist der SV Gimbsheim die Tabellenführung in der Landesliga Ost wieder los. Der TuS Neuhausen kann seine Fehler nicht abstellen. Die TSG Pfeddersheim hat kein Spielglück. Der VfR Wormatia Worms II holt den einzigen Wormser Sieg.
Der TuS Neuhausen verlor auch das nächste direkte Duell im Tabellenkeller. Dabei hat er sich zum wiederholten Mal in dieser Saison selbst geschlagen. In der ersten Hälfte war die Partie noch ausgeglichen. Ein Lattenknaller von Jonas Frey war der erste Aufreger. War der Ball vollständig hinter der Linie? Das Schiedsrichterteam sagte „Nein“. In der 15. Minute gingen die Gäste dann in Führung. Torjäger Kevin Bernhardt traf zum verdienten Ausgleich. In die zweite Hälfte startete der TuS mit einem Mann weniger auf dem Platz, denn kurz vor dem Pausenpfiff bekam Marcel Seibel eine Zeitstrafe. Die Defensive wackelte nun bedenklich. Die Gäste agierten aus einer kompakten Abwehrreihe mit schnellen Vorstößen über die Außen. Sie wurden regelrecht zum Toreschießen eingeladen: Ein Abstoß landete genau vor den Füßen eines Gästespielers oder ein zu kurzer Rückpass endete mit einem Foulelfmeter. Beide Male konnte Torhüter Sven Junkert die Fehler ausbügeln und die Abschlüsse parieren. Im Gegensatz war in der eigenen Offensive nicht viel los. Der gegnerische Torhüter hatte keinen Ball auf seinem Kasten zu parieren. Die einzige nennenswerte Offensivaktion hatte Kevin Bernhardt. Auf dem Weg in Richtung Tor wurde er von zwei Gegenspielern attackiert und letztendlich am Torschuss gehindert. Für den Schiedsrichter war es für einen Elfmeter zu wenig. Eine Entscheidung, die nachvollziehbar war. Absolut unnötig und wenig hilfreich war jedoch die Reaktion von Marcel Seibel. Nach einer abfälligen Geste kam es zum Platzverweis. Zum ganzen Spiel passend war der Zeitpunkt des Siegtreffers kurz vor dem Ende. Mit einer schönen Einzelleistung traf Dominik Strohmeier zum Siegtreffer.
Eine erste starke Halbzeit mit einer beruhigenden Zwei-Tore-Führung wurde fast noch verspielt. Die Torschützen waren Justin Tamron und Emir Kolbüken. Nach der Pause machten sie den Gegner wieder stark und überließen ihm die Initiative. Beim Anschlusstreffer in der 78. Minute wurde der VfR doppelt bestraft: mit einem verwandelten Elfmeter und einer gleichzeitigen Zeitstrafe für Tim Nagel. Die aufkommenden Konterchancen wurden überhastet vergeben.
Mit den zwei Toren von Ali Aslan und Adriano Fragomeli waren die Gastgeber vor der Pause noch gut bedient. Es hätte durchaus ein drittes folgen können. Was danach passierte, ist für die Altrheiner ungewohnt. Alle Tugenden wurden beiseitegelegt. Die Partie wurde komplett aus der Hand gegeben. Eine unnötige Niederlage, die so nicht zu erwarten war.
Kein überragendes Spiel, aber die bessere Mannschaft war die TSG. Mit ihren langen Bällen hatten die Gastgeber ihre Probleme. Der in den letzten Spielen als Abwehrspieler eingesetzte Dominik Schwarz agierte wieder in der Sturmmitte und traf in der 80. Minute zur Führung. Jetzt galt es, die Führung über die Zeit zu bringen, was wieder einmal nicht gelang. Kurz vor Abpfiff kam es zum Ausgleich. In einer Situation, die zu verteidigen gewesen wäre. Es zieht sich durch die gesamte Saison. Fehlendes Spielglück muss erkämpft werden.