
VON JÜRGEN JAAP Drei Spiele, drei Siege, dreimal 4:0: Die Saison 2021/2022 könnte für die Squashspieler des Black & White Racket Club Worms nicht besser angelaufen sein. Im dritten Saisonspiel der Squash Bundesliga Herren Süd gegen den 1. SC Kempten gab es den dritten klaren Erfolg für die Wormser. „Im Süden nichts Neues“ möchte man in Anlehnung an den berühmten Roman von Erich Maria Remarque ob der Dominanz der Nibelungenstädter in der Squash Bundesliga Süd seit weit mehr als einem Jahrzehnt ja fast schon meinen. Die Leichtigkeit, mit der das Team um die beiden Wormser Squash-Urgesteine und ehemaligen Squash-Profis Jens Schoor und Carsten Schoor durch die Bundesliga im Süden Deutschlands rauscht, beeindruckt gleichwohl. Auch die bayrischen Squash-Asse des 1. SC Kempten hatten dem Wormser Quartett mit den zwei Schoor-Brüdern und den beiden deutschen Nationalspielern Yannick Omlor (25) und Valentin Rapp (29) nur wenig entgegenzusetzen.
Schoor-Brüder werden Favoritenrolle vollauf gerecht
Der ohnehin rasante Rückschlagsport startete im Duell der beiden diese Saison bis dahin ungeschlagenen Mannschaften für Worms sofort durch. Carsten Schoor, Deutscher Doppelmeister von 2012 und 2017, ließ Dietmar Jürschik, dem Team-Manager der Gäste, kaum eine Schnitte. Und auch der Wormser Oldie Jens Schoor wackelte nur kurz einmal im Match der „Dreier“ gegen Martin Mayer im ersten Satz. Als dieser mit 12:10 an Land gezogen war, lief es für den 34-jährigen gebürtigen Koblenzer dank seiner eleganten Spielweise mit enormer Übersicht und einem guten Auge für die Spielsituation leicht und locker in den Durchgängen zwei und drei. „Eine 2:0-Führung, die man ob der Klasse der Schoor-Brüder so erwarten durfte“, stellte B&W-Hallensprecher Michael Wallmann zufrieden fest.
Rasantes Spitzenspiel zweier Topspieler auf Augenhöhe
Spannung hingegen versprach das Duell der Youngster Yannik Omlor und dem Schweizer Nationalspieler Yannick Wilhelmi (21 Jahre). Von Beginn weg hielt das Spitzenspiel, was man erwarten durfte: lange Ballwechsel mit rasanten Longline- und Cross-Schlagwechseln. Hin und her ging es im Match der „Hard-Hitter“. Erst hat Omlor die Nase vorne, Yannick Wilhelmi gleicht aus. Wieder geht die Nummer 103 der Weltrangliste für Worms in Front. Die aktuelle Nummer 97 der Weltrangliste scheint im vierten Satz bei einer 10:8-Führung drauf und dran auszugleichen. Doch Yannik Omlor stemmt sich dagegen, kratzt alle Angriffsschläge des Schweizers wieder von der Wand des Centercourts zurück ins Feld. Ein langgezogenes „Ja!“ und die zur Faust geballte rechte Hand des Linkshänders begleiten den 12:10-Erfolg im vierten Durchgang nach einem hochklassigen Spiel.
Qualifikation für Bundesliga-Endrunde als Ziel
Die „Schwarz-Weißen“ haben den Sieg damit vorzeitig in der Tasche. Und Valentin Rapp, aktuelle Nummer 100 der Weltrangliste, legt im Abschlusseinzel gegen Luca Wilhelmi völlig ungefährdet nach. 4:0 heißt es für Black & White RC Worms. Wieder einmal. Und wieder einmal befinden sich die Wormser auf bestem Wege zur Qualifikation für die Endrunde der Bundesliga 2021/2022. Dann geht es vermutlich erneut – wie in schier unzähligen Duellen zuvor – ins Finale gegen den Dauerrivalen SC Paderborn. 1:3 unterlagen die Wormser dem Triumphator aus dem Norden Deutschlands 2021 in Bremen. 2022 soll die Revanche her, daran arbeitet das stärkste Squash-Team aus dem Süden der Bundesrepublik Deutschland.
Squash Bundesliga Herren Süd 2021/2022:
Black & White RC Worms – 1. SC Kempten (Bayern) 4:0 Spiele | 12:1 Sätze
Nr. 1: Yannik Omlor vs. Yannick Wilhelmi (Schweiz) 3:1 Sätze – 11:8 | 9:11 | 11:3 | 12:10
Nr. 2: Valentin Rapp vs. Luca Wilhelmi (Schweiz) 3:0 Sätze – 11:7 | 11:6 | 11:6
Nr. 3: Jens Schoor vs. Martin Mayer 3:0 Sätze – 12:10 | 11:4 | 11:5
Nr. 4: Carsten Schoor vs. Dietmar Jürschik 3:0 Sätze – 11:4 | 11:2 | 11:2