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15.27 Uhr | 9. März 2020

Tabellenzweiter ist Nummer zu groß

Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Frauen: TG Osthofen hält erwartete Niederlage beim 19:29 (8:17) gegen TSV Kandel aber in Grenzen

Constanze Schnaubelt glänzte in der Anfangsphase der Partie gegen den schier übermächtigen Tabellenzweiten TSV Kandel mit perfekter Chancenverwertung. Die ersten drei Würfe donnerte die TGO-Außenspielerin von rechts kommend kompromisslos in die Maschen des Tores. Foto: Felix Diehl

Constanze Schnaubelt glänzte in der Anfangsphase der Partie gegen den schier übermächtigen Tabellenzweiten TSV Kandel mit perfekter Chancenverwertung. Die ersten drei Würfe donnerte die TGO-Außenspielerin von rechts kommend kompromisslos in die Maschen des Tores. Foto: Felix Diehl

VON JÜRGEN JAAP Arme hoch, Beine schließen, Arme runter, Beine öffnen. Antje Haag zeigt die als Hampelmann bezeichnete Turnübung immer und immer wieder. Die TGO-Torfrau ist der Turm in der Schlacht im Duell der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der TG Osthofen mit den schier übermächtigen Handballerinnen des TSV Kandel. Fortwährend versperrt ein Arm, ein Bein, ein Fuß oder eine Hand von Antje Haag dem Handball den Weg ins Tor. 16 Paraden der stärksten Spielerin der TGO halten die Niederlage gegen die favorisierten Frauen aus der Südpfalz beim 19:29 (8:17) in erträglichen Grenzen.

Vor dem wohl wichtigsten Saisonspiel kommenden Samstag beim Tabellenletzten Sportfreunde Budenheim hat sich die von Verletzungen in dieser Spielzeit arg gebeutelte und deshalb vom Abstieg bedrohte TG Osthofen in den beiden Spielen zuletzt gegen die Oberliga-Topteams HSG Wittlich und TSV Kandel achtbar aus der Affäre gezogen.

TGO-Außen beginnen schwungvoll
„Das war über Außen eine gute Vorstellung von uns“, zog Trainer Frank Zimmermann das Positive aus dem ungleichen Match seiner Frauen gegen die „Kandeler Bienen“, wie sich die Südpfälzerinnen selbst bezeichnen. Schwärmten doch Constanze Schnaubelt über rechts und Romy Blanz sowie Alisa Groth über links in ersten zehn Minuten von den Außenpositionen treffsicher nach innen. Constanze Schnaubelt hämmerte das Leder präzise in Richtung gegnerisches Tor und traf dabei die ersten drei Würfe. „Im Training klappt das selten so gut“, zeigte sich die flinke TGO-Angreiferin schier ein bisschen selbst erstaunt über ihre anfänglich perfekte Trefferquote. 6:4 stand deshalb ein etwas überraschender Zwischenstand auf der Anzeigetafel zu lesen. „Abpfeifen“, rief Kristina Graf da schelmisch rüber zu den Fans. Der Wunsch der TGO-Kapitänin indes wurde nicht erhöht.

Kontertore machen den Unterschied
Es wurde noch fünfzig Minuten Handball draufgelegt, in denen die Gäste aus Kandel ihre Überlegenheit in Sachen Kondition und speziell Spritzigkeit in die Waagschale warfen. Die aggressive 3:2:1-Abwehr des TSV fischte den TGO-Frauen Ball über Ball weg. Und ab ging es im Gegenstoß nach vorne. 13 Treffer erzielte der Tabellenzweite auf diese Art und Weise. Kandel zog so über 8:9 (20.) bis auf 8:19 (34.) davon. Das Spiel war frühzeitig entschieden. „Die Mädels haben noch nicht die körperliche Verfassung, die in der Oberliga gefragt ist“, nahm Frank Zimmermann seine von Woche zu Woche ob der vielen Verletzungen völlig neu formierte Truppe in Schutz. Gegen Kandel musste etwa auch Kreisläuferin Michelle Köhler passen. Dennoch hielt Osthofen insbesondere im zweiten Abschnitt gut dagegen, verlor zwar mit 19:29, tankte aber durchaus Zuversicht aus den zwei Spielen zuletzt. „Die Stimmung im Team ist richtig gut, wir gewinnen in Budenheim“, prognostizierte eine trotz der Niederlage gegen Kandel entspannt wirkende Constanze Schnaubelt. Und Kristina Graf fügte an: „In Budenheim werden wir brennen und rennen.“

Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Frauen:
TG Osthofen – TSV Kandel  19:29 (8:17)
TG Osthofen: Haag; Alisa Groth (1), Schnaubelt (4), Knierim (3/1), Ripp, Rogawski (3), Blanz (2), Kristina Graf (5/3), Hauck (2), Ahl, Catharina Groth.
Zuschauer: 100.

 

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Geschrieben in Handball, Sport

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