Generationenübergreifender Chor eröffnete Tag der offenen Tür im Haus der Generationen
Tag der offenen Tür im AWO Remeyerhof
VON FLORIAN HELFERTNach einer einjährigen Pause richtete das Haus der Generationen und Altenzentrum „Remeyerhof" des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt Rheinland am Samstag wieder einen Tag der offenen Tür aus. Nach einem kleinen Sektempfang, der bis zum Ende für neue Gäste in der Eingangshalle stets fortgeführt worden ist, trat der gemischte Chor mit Bewohnern und Kindern der Kindertagesstätte auf. Wer wollte, konnte sich danach entweder einer der stündlichen Führungen durch das 2013 generalsanierte Altenzentrum anschließen oder sich nach einem Schlendern über den im Garten ausgerichteten Flohmarkt langsam zum offenen Mittagstisch aufmachen.
„Auf unsere hauseigene Küche sind wir sehr stolz, denn wir verzichten möglichst auf Fertigprodukte und bereiten unsere Mahlzeiten stattdessen lieber frisch zu", berichtete Küchenchef Hans-Jürgen Brunner in seiner Großküche. Zu zehnt werden so nach Angaben des gelernten Kochs täglich rund 240 Mittagessen für das Altenzentrum, die angegliederte Kindertagesstätte sowie den offenen Mittagstisch gekocht – in dessen Anschluss er zum Tag der offenen Tür allen Interessierten eine Tour durch die Küche offerierte.
In der Eingangshalle stellte Nicole Heinzelbecker als Koordinatorin das aus Bundesmitteln finanzierte Projekt „Engagierte Stadt" für das Quartier zwischen Bahnhof und Nibelungenschule vor. Foto: Florian Helfert
Haus der Generationen „Unser seit 1972 bestehender Remeyerhof ist vor drei Jahren für rund 12 Millionen Euro von Grund auf saniert und teils auch neu errichtet worden", informierte Heimleiter Guido Gerdon mit Blick auf ein wieder modern erstrahlendes Hochhaus. Mit Hilfe von Stadt und Land in Form eines Zuschusses in Höhe von circa 2,4 Millionen Euro konnte zudem eine Kita angegliedert werden, so dass aus dem Altenzentrum ein Haus der Generationen inklusive einer Grünanlage mit bunten Spielgeräten werden konnte. „So wie heute beim gemischten Chor, können sich Jung und Alt begegnen", freut sich Gerdon über vielfältige Optionen, zu denen auch gemeinsame Besuche im Wormser Tierpark zählen.
„Neben der Kita beleben ergänzend bis zu 60 Ehrenamtliche den Alltag im Remeyerhof", griff Ehrenamtskoordinatorin Isabel Neubauer dankend das Beispiel der Besuche im Wormser Tierpark oder etwa jüngst des Backfischfestes auf. „Äußerst beliebt sind auch unsere regelmäßigen Bingo-Nachmittage oder unsere Bastelgruppe, die ebenfalls ehrenamtlich geleitet werden", betonte Neubauer. Zur Abwechslung schauen außerdem vierzehntäglich jeweils drei Hunde mit ihren Herrchen beziehungsweise Frauchen vorbei. Danach erklärte Heimleiter Guido Gerdon, dass Hunde, Katzen, oder Vögel auch schon im Remeyerhof gelebt haben – immer vorausgesetzt, dass sich der einzelne Bewohner als Halter selbständig und artgerecht um seine Haustiere kümmern konnte.
Altenpflege mit Zukunft „Wir könnten uns nicht auch noch um Haustiere der Bewohner können", leitete der Heimleiter auf den bundesweit bestehenden Bedarf an ausgebildeten Altenpflegern über: „Wer sich für die Altenpflege interessiert: Wir bilden aus!", warb Gerdon für einen Beruf mit sehr guten Zukunftsperspektiven. Mit der Resonanz zum Tag der offenen Tür vor Ort im Wormser Norden zeigten sich die Verantwortlichen hingegen zufrieden. „Wir freuen uns, dass unsere familiäre Atmosphäre gelobt wird", schätzt sich Gerdon über das Lob für sein Haus der Generationen glücklich.
Offener Mittagstisch und Cafézeiten Eine frisch zubereitete Küche mit saisonalen Produkten aus der Region gibt es täglich von 11.30 bis 13 Uhr beim offenen Mittagstisch im AWO Remeyerhof zu entdecken. Und jeden ersten Mittwoch eines Monats ist „Haxentag"! Um Anmeldung bis 9 Uhr am jeweiligen Tag wird unter 06241/4080 gebeten. Außerdem werden donnerstags bis sonntags von 15 bis 17 Uhr täglich frische Kuchen in der Cafeteria mit Außenterrasse angeboten. Mehr Informationen zum offenen Mittagstisch unter www.awo-rheinland.de
Küchenchef Hans-Jürgen Brunner kocht die Speisen im Remeyerhoif am liebsten mit saisonalen Produkten aus der Region. Foto: Florian Helfert