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  • Di., 21. November 2017, 23:44 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterlagen am Dienstag in der heimischen SAP-Arena mit 1: 4 Toren gegen Red Bull München

    Talfahrt der Adler geht weiter

    Matthias Plachta (blaues Trikot) war noch einer der besten Adler-Stürmer, doch auch ihm gelang am Dienstag gegen München kein Tor. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler verloren am Dienstagabend ihr Heimspiel gegen Red Bull München mit 1:4 (0:1/1:0/0:3) Toren. Der Sieg der Roten Bullen war verdient, weil sie cleverer, kaltschnäuziger und im Stil einer Spitzenmannschaft in Mannheim auftraten. Nach dieser Niederlage sind die Badener seit drei Spieltagen ohne Sieg. Und was noch dramatischer ist, die Adler schossen in diesen drei Partien ganze vier Tore. Mit solch einer geringen Ausbeute kann man keine Spiele gewinnen. Dabei schossen die Mannheimer am Dienstag 28 Mal auf das gegnerische Tor, nahezu ebenso oft wie die Roten Bullen, deren Stürmer 26 Mal auf den Adler-Kasten feuerten. Den Oberbayern gelangen dabei aber vier Treffer, Mannheim nur einer, dies ist der Unterscheid.

    So bitter es klingen mag, die Mannheimer sind zurzeit keine Spitzenmannschaft, der Abstand zu den Top-Teams aus Nürnberg, Berlin und München ist groß. Sicher, die Adler beklagen momentan den Ausfall von sechs Stammspielern, zu denen auch Nationaltorwart Dennis Endras zählt, doch Mannheim verfügt immer noch über genügend Cracks, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Woran es bei den Badenern mangelt ist die Torgefährlichkeit und der absolute Siegeswille, denn spätestens nach dem 3:1 für München stellten die Adler-Cracks im blau-weiß-roten die Dress die Arbeit ein und es lief nichts mehr zusammen. Besonders enttäuschend agierten bei den Adlern so erfahrene Cracks mit NHL-Erfahrung wie Devin Setoguchi und Andrew Desjardins.

    Am Freitag haben die Adler ihr nächstes Heimspiel. Zu Gast sind die Straubing Tigers.

     

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Die Adler mit einem engagierten Beginn. Nach zwei Minuten hatte Garett Festerling das 1:0 für die Raubvögel auf dem Schläger, doch er scheiterte knapp. Da München gut dagegenhielt, entwickelte sich zunächst eine flotte Partie, die jedoch mit zunehmender Spieldauer etwas verflachte. In der 11. Minute hatte dann der Münchner Konrad Abeltshauser die Führung auf dem Schläger, doch auch er vergab, wie wenig später sein Teamkollege Frank Mauer. Im Gegenzug scheiterte der Mannheimer Abwehrspieler Sinan Akdag. Und dann kam, was kommen musste, Frank Mauer erzielte in der 13. Minute in Unterzahl das 1:0 für die Roten Bullen. Zwei Minuten vor Drittelende hatte Adler-Stürmer Devin Setoguchi die Gelegenheit zum Ausgleich, aber er vergab. So blieb es zur Pause mit der verdienten Führung der Münchener.

    2. Drittel

    Im zweiten Abschnitt agierten die Adler deutlich druckvoller und hatten das Match über weite Phasen in der Hand, wobei sie auch von zahlreichen Strafzeiten der Münchner profitierten. Insgesamt saßen die Red Bulls dreimal hintereinander auf dem Sünderbänkchen. In der 35. Minute war es dann soweit und Adler-Stürmer Luke Adam markierte den verdienten 1:1 Ausgleichstreffer. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause

    3. Drittel

    Die kalte Dusche für die Mannheimer in der 43. Minute, nach einem klug herausgespielten Angriff, traf der Münchener Jason Jaffray zur 2:1 Führung für die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt. Der Treffer gab Mannheim ein Knacks und es lief nicht mehr viel zusammen. Der endgültige Genickbruch für Mannheim war das 3:1 für München in der 50. Minute. Den Schlusspunkt setzte schließlich Michael Wolf in der 51. Minute mit seinem zehnten Saisontreffer zum 4:1 Endstand für München. Zu erwähnen noch, dass der Mannheimer Torwart Ched Pickard in der 50. Minute verletzt ausscheiden musste, für ihn stand bis zum Spielende der 3. Adler-Goalie, Florian Proste, im Kasten.

     

    Aufstellung:

    Mannheim: Pickard (ab 50. Minute Proske) - Stuart, Johnson, Maginot, Akdag, Carle, Goc - Raedeke, Festerling, Kink, Setoguchi, Plachta, Sparre, Kolarik, Ullmann, Lambacher, Dejardins, Adam, Hungerecker

    München: aus den Birken (Leggio) - Boyle, Abeltshauser, Joslin, Button, Kettemer, Seidenberg - Aucoin, Christensen, Wolf, Jaffrey, Macek, Matsumoto, Kahun, Mauer, Hager, Flaake, Kastner

    Zuschauer: 9.400

    Tore: 0:1 (12:49) Mauer (Aucoin) - SH; 1:1 (34:54) Adam (Plachta/Akdag) - PP1; 1:2 (34:54) Jaffray (Kettemer); 1:3 (42:45) Kahun (Macek/Kettemer) - EQ; 1:4 (50:55) Wolf (Matsumoto) - EQ;
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