Die Choreographie der Tanzdarbietung der nächsten „Nibelungen Weihnacht 2018“ wurde bereits in einem Workshop einstudiert
Tanzworkshop für den Kriemhildenball
Mittelalterliche Tänze standen am Wochenende im Fokus eines Workshops im Andreasstift.
Zur nächsten „Nibelungen Weihnacht“ soll erneut ein Kriemhildenball stattfinden. Interessierte Tänzerinnen und Tänzer hatten sich hierfür am vergangenen Wochenende zu einem Workshop mittelalterlichen Tanzes im Andreasstift eingefunden.
„Schamlose Reigen im Anblick zügelloser Jünglinge“ wurden von Freitag bis Sonntag selbstverständlich nicht im historischen Kirchenschiff des Andreasstiftes getanzt und gelehrt, wie es Ambrosius (387) in einer Fastenpredigt vor ca. 1600 Jahren befürchtete.
Chnutz vom Hopfen (Knut Hoppe), der ruhige und freundliche Tanzmeister, schaffte es, mit historisch bewandertem Hintergrundwissen und viel Gefühl für die Tänze aus nibelungischen Zeiten, als auch für die begeisterten Tänzerinnen und Tänzer, eine sagenhafte Stimmung zu kreieren.
Artig, höfisch und mit viel Spaß und Freude waren die Tanzwilligen dabei, die mittelalterlichen Schritte zu lernen. Schnell wurde aus den vom Spectaculum bekannten reinen einfachen „wilden Reigentänzen“ eine höfisch anmutige Choreographie. Hervorragend unterstützt durch die zauberhafte Musik der beiden engagierten Wormser Mittelalter-Musiker, Stephanie Salm und ihrem Ehemann Tom, mittlerweile weit bekannt als das Mittelalterduo Wormez. Zusätzlich zur Musik bot Stephanie Salm mit ihren historischen und anmutenden Roben einen gelungenen Rahmen für die Veranstaltung.
Angelika Zezyk, Leiterin des Bereiches Öffentliche Sicherheit und Ordnung, die den Workshop im Rahmen der „Nibelungen Weihnacht“ initiiert hatte, lies es sich nicht nehmen, das Grußwort als auch das Tanzbein zu „führen“. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des städtischen Museums und der KVG für deren Unterstützung.
Geplant ist, dass sich möglicherweise aus den Teilnehmern des Workshops eine eigene Wormser Minnetanzgruppe bildet, die bei Veranstaltungen ihre Kunst und den Wormser Aspekt der Nibelungen auf höfische Weise zeigt.