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  • Sa., 25. Mai 2013, 20:23 Uhr
    Informativer Vortrag bei der AWO Pfeddersheim über Strategien von Straftätern gegenüber älteren Menschen

    Täuschen, lügen, tricksen

    "Täuschen, lügen, tricksen" – Darüber informierten die Sicherheitsberater Norbert Hierse und Joachim Bonath mit Unterstützung von Herrn Didier von der Polizeiwache Pfeddersheim ausführlich und fachmännisch die interessierten Seniorinnen und Senioren in der voll besetzten AWO-Seniorenbegegnungsstätte Pfeddersheim. An Hand von wahren Begebenheiten wurde sehr anschaulich die Vorgehensweise der Täter dargestellt. Der sogenannte „Enkeltrick“ ist eine besonders hinterhältige Form des Betruges. Hier wird die Bereitschaft älterer Menschen, einem Familienmitglied zu helfen, schamlos ausgenutzt.

    Die Betrüger geben sich am Telefon als Enkel oder nahe Verwandte aus und unter dem Vorwand, dass sie sich in einer extremen Notlage befinden und dringend finanzielle Hilfe benötigen, stellen sie Geldforderungen in erheblicher Höhe. Meist werden die Angerufenen misstrauisch und brechen das Gespräch ab. Manchmal geht die Sache aber weniger glimpflich ab und die Opfer werden um große Summen betrogen.

    Auch vor Trickdiebstählen in der Wohnung warnten die Sicherheitsberater Hierse und Bonath die Anwesenden. Die Täter geben sich mitunter als Mitarbeiter der Stadtwerke und sogar als Polizei aus mit gefälschten Ausweisen oder sie bitten um Hilfe und Gefälligkeiten, wie Telefon- oder Toilettenbenutzung, ein Glas Wasser. Oft kommt auch die Frage nach einem Zettel und Stift um einem angeblichen Nachbarn eine Nachricht zu hinterlassen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

    Eine weitere Masche der Betrüger sind die Haustürgeschäfte. Man sollte sich auf keinen Fall, so Hierse, unter Druck setzen lassen und Verträge unterschreiben, ohne sie vorher in Ruhe gelesen zu haben.
    Auch über die vielfältigen Formen des Handtaschenraubes und das richtige Tragen von Umhängetaschen wurden die Seniorinnen und Senioren aufgeklärt.

    Die Sicherheitsberater und auch die Polizei gaben den aufmerksamen Zuhörern zu allen angesprochenen Themen umfangreiche Tipps, wie man Täter oder Täterinnen erkennen kann, wie man sich davor schützen kann, ihnen zum Opfer zu fallen und was man tun sollte, wenn doch mal was passiert. Wenn man in solch eine Situation gerät, ist gesundes Misstrauen angebracht und auf jeden Fall sollte man sofort die Polizei verständigen. Außer dem Notruf, betonte Herr Didier, ist auch die Polizeiwache Pfeddersheim, Tel. 852 für die Betroffenen Ansprechpartner.

    Eingangs stellte Norbert Hierse „Die Sicherheitsberater für Senioren“ vor. Es ist eine Gruppe ehrenamtlicher Bürger aus Worms und Umgebung, die im Rahmen der Kriminalprävention in rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden, als Berater für Sicherheit im Alltag ausgebildet wurden und eng mit dem Seniorenbüro der Stadt Worms und der Polizeidirektion Worms zusammenarbeiten. Termine und Vorträge, auch zu weiteren Themen, mit Herrn Hierse und Herrn Bonath können über das Seniorenbüro der Stadt Worms, Ansprechpartnerin: Andrea Knieriem , Tel.-Nr. 06241/853-5701 oder über die Polizeidirektion Worms, Ansprechpartnerin: Christine Dahlheimer, Tel.-Nr. 06241/852-116 vereinbart werden.

    Der Vorsitzende der AWO Pfeddersheim, Peter Dämgen bedankte sich abschließend bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihre Aufmerksamkeit und bei den Sicherheitsberatern für die realitätsnahen Informationen zu seniorenspezifischen Straftaten und die wertvollen Tipps, sich davor zu schützen.

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