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  • Mo., 21. März 2016, 10:54 Uhr
    Landrat Görisch überreicht Einbürgerungsurkunden / Integrationskonzept erarbeiten, Teilhabe ermöglichen

    „Teil der Gesellschaft werden“

    17 Personen aus dem Landkreis Alzey-Worms überreichte Landrat Ernst Walter Görisch bei einer Feierstunde im Kulturzentrum in Alzey Einbürgerungsurkunden. Die Männer und Frauen stammen aus insgesamt 14 Herkunftsländern, unter anderem aus Kroatien, der Türkei, Italien oder Thailand. „Von nun an steht Ihnen vieles offen: Sie dürfen wählen und sich wählen lassen, Sie haben das Recht, sich selbstständig zu machen und innerhalb der EU sowie in zahlreiche  Länder der Welt ohne Visum zu reisen“, erläuterte  der Kreischef. Es sei wichtig, dass Integration als beidseitiger Prozess gelinge und die neu Eingebürgerten sich verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einbringen. 154 Bürgerinnen und Bürger konnten im Jahr 2014 im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert werden, 163 waren es im vergangenen Jahr. Eingebürgert werden kann, wer seit acht Jahren seinen rechtmäßigen Wohnsitz im Inland hat, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennt, seinen Lebensunterhalt ohne öffentliche Unterstützung bestreitet, nicht wegen einer Straftat verurteilt wurde und ausreichende Deutschkenntnisse nachgewiesen hat. Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Staaten der Europäischen Union haben die Möglichkeit, ihre bisherige Staatsangehörigkeit beizubehalten und eine Doppelstaatsangehörigkeit zu erlangen. 13 der eingebürgerten Männer und Frauen nutzten diese Möglichkeit. Gemeinsam gelobten sie, die Rechte und Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten und alles zu unterlassen, was ihr schaden könnte.

    Integrationskonzept erarbeiten, Teilhabe ermöglichen

    „Als Landkreis sind wir bemüht, gemeinsam mit Bund und Land sowie den unterschiedlichen Verbänden und Organisationen auch für eine soziale und gesellschaftliche Integration zu sorgen“, so Görisch. Das Land befinde sich im demografischen Wandel und zugleich aber auch im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb. Deshalb sei Zuzug immens wichtig, um wettbewerbs- und konkurrenzfähig zu bleiben. Talente und Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund müssten erkannt und gefördert werden. „Wir als Landkreis haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein Integrationskonzept zu erarbeiten, um damit insbesondere die gleichberechtigte Teilhabe der steigenden Zahl der  Migrantinnen und Migranten in allen Lebensbereichen, die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs und die Teilhabe an politischen Entscheidungen bestmöglich zu gewährleisten“, informierte der Kreischef. Zum Erwerb der deutschen Sprache biete unter anderem die Kreisvolkshochschule Sprach- und Integrationskurse. „Sie alle haben mit der erfolgreichen Teilnahme am Integrationskurs Ihre Motivation bewiesen, Teil unserer Gesellschaft zu werden und sich mit unseren Werten zu identifizieren“, betonte Görisch. Die feierliche Umrahmung der Feierstunde hatte Musiklehrer Horst Haub  übernommen. Er begeisterte mit meisterhaft  vorgetragenen Klavierwerken des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi.

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