
Passend zum Europatag bot der Wormser Kunsthistoriker und Verleger Dr. Ferdinand Werner für die Mitglieder des Förderkreises Museum Heylshof und der Europa-Union Worms eine Führung durch den Heylshof-Park, einen Ort, an dem im Mittelalter europäische Geschichte entschieden wurde. Anhand anschaulicher Aufnahmen zeigte der Referent die wechselvolle Geschichte des Kleinods, das die Familie Heyl im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach erwarb und schließlich 1886 mit dem Heylshof bebauen ließ.
Der kenntnisreiche Vortrag war Teil des Jahresempfangs des Förderkreises Museum Heylshof, bei dem die Vorsitzende Adele Weirich die neuen Mitgliedsausweise ausgab und die Neumitglieder im Verein willkommen hieß. Dr. Jörg Koch, Vorsitzender der Europa-Union, verwies auf den geschichtlichen Hintergrund des Europatages, mit dem die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (1951) verbunden ist, die wiederum zum Grundstein der heutigen Europäischen Union wurde.
Zu den zahlreichen Gästen zählte auch Marie-Elisabeth Klee, Enkelin von Cornelius Wilhelm von Heyl, Bauherr und Stifter des Heylshofes, die sich als Bundestagsabgeordnete auch europapolitisch engagierte. Von der Geschichte in die Gegenwart führte im Anschluss an den Jahresempfang eine Ausstellung der Fotoklasse der Kunsthochschule Mainz unter Leitung von Prof. Judith Samen, die sich in überraschenden Installationen mit den Kunstwerken des Museums auseinandersetzt ("Prunkversuche. Annäherungen an Schinken"). Seine Unterstützung für das Museum, das eine der bedeutendsten Kunstsammlungen des Landes beherbergt, versprach Neumitglied Marcus Held (MdB).
Bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse genossen die Besucher die besondere Atmosphäre des Parks, der in wenigen Wochen seinen geschichtsträchtigen Boden auch wieder den Gästen der Nibelungenfestspiele zur Verfügung stellen wird.

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