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  • Do., 21. Januar 2016, 13:05 Uhr
    Erster Behindertenbeirat in Worms: Wolfgang Schall zum Vorsitzenden und Silke Geppert zu seiner Stellvertreterin gewählt

    Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben gewährleisten

    Wolfgang Schall (rechts) wurde zum Vorsitzenden des neuen Behindertenbeirats der Stadt Worms gewählt und Silke Geppert zu seiner Stellvertreterin. Oberbürgermeister Michael Kissel (2. von rechts) und Sozialdezernent Waldemar Herder gratulierten sehr herzlich zur Wahl und wünschten dem Behindertenbeirat viel Erfolg.


    Die Stadt Worms hat ab sofort einen offiziellen Behindertenbeirat. Bei der konstituierenden Sitzung am Mittwochvormittag in der städtischen Seniorenbegegnungsstätte im Adenauerring wurde Wolfgang Schall zum Vorsitzenden gewählt und Silke Geppert zu seiner Stellvertreterin.  Oberbürgermeister Michael Kissel, der in Anwesenheit von Sozialdezernent Waldemar Herder und Christine Ripier-Kramer (Leiterin des Bereichs Soziales, Jugend und Wohnen) die Sitzung leitete, dankte den 17 Männern und Frauen für deren Bereitschaft, an der Weiterentwicklung der Stadt im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention aktiv mitzuwirken und Menschen mit Behinderung eine gleichberechtige Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

    Inklusion in allen Lebenslagen
    „Wir möchten mit Ihnen gemeinsam daran arbeiten, die Inklusion in allen Lebensbereichen, wie z. B. Bildung, Erziehung, Arbeit, Freizeit, Kultur, Mobilität und Wohnen, aktiv in Worms voranzubringen“, sagte der Stadtchef mit Blick in die Runde der Beiratsmitglieder, die alle direkt oder indirekt mit den verschiedensten Formen einer Behinderung vertraut sind und um die Probleme der behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alltag wissen, die für einen gesunden Menschen nur schwer nachvollziehbar sind. Das Aufgabengebiet des Behindertenbeirats hatte der Stadtrat im letzten Jahr mit der Verabschiedung einer Satzung konkret beschrieben: Die barrierefreie und behindertengerechte Gestaltung und Ausstattung öffentlicher Gebäude, Anlagen und Verkehrsräume sowie des öffentlichen Verkehrs, Schaffung von Angeboten für Behinderte und deren Unterstützung zur Ausübung ihres Selbstbestimmungsrechtes und die Überwachung, Begleitung und Weiterentwicklung des kommunalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention.

    Neun stimmberechtigte Mitgliedern
    Der Beirat setzt sich aus neun stimmberechtigten Mitgliedern zusammen: acht Bürgerinnen und Bürger, die sich nach einem städtischen Aufruf selbst für einen Sitz vorgeschlagen hatten oder vorgeschlagen wurden, sowie dem Sozialdezernenten Waldemar Herder. Komplettiert wird das Gremium noch durch acht beratende Mitglieder: Dazu gehören Vertreter der freien Wohlfahrtsverbände und privater Träger, der städtischen Sozialverwaltung und des Psychiatriebeirates. Höhepunkt der konstituierenden Sitzung war die Wahl eines bzw. einer Vorsitzenden. Für den Vorsitz vorgeschlagen wurden aus den Reihen der Beiratsmitglieder Dirk Dörsam und Wolfgang Schall, der schließlich die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte und  nun an der Spitze des Gremiums steht.  Er wird auch die Funktion des Behindertenbeauftragten inne haben. Bei der Stellvertretung gab es nur einen Vorschlag: Silke Geppert wurde mehrheitlich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

    Unterstützung durch Verwaltung zugesagt
    OB Kissel und Sozialdezernent Waldemar Herder gratulierten dem neuen Vorsitzenden des Wormser Behindertenbeirats und seiner Stellvertreterin sehr herzlich zur Wahl und sicherten die volle Unterstützung der Verwaltung zu. Der Beirat hat das Recht, sich mit Anträgen und Anfragen an die Verwaltung und mit Anregungen und Empfehlungen an den Stadtrat zu wenden. In wesentlichen Fragen, die den Aufgabenbereich des Beirates betreffen, soll vor einer Beschlussfassung durch den Stadtrat oder einen seiner Ausschüsse dem Beirat Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Schon in den nächsten drei Wochen werden sich die Mitglieder des neuen Behindertenbeirats zu einer Arbeitskreissitzung treffen und damit ihre Arbeit aufnehmen.

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