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Mo., 05. Oktober 2015, 12:46 Uhr
20: 20 im Handball-Spitzenspiel gegen TuS Saulheim / Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen
TGO-Damen fühlen sich betrogen!
Nicht gerade zimperlich ging die Saulheimer Abwehr gegen Anna Lena Kühn zu Werke. Trotzdem konnte sie sich durchsetzen und einen Treffer zu 20:20-Remis erzielen. Foto: madi
Leider hat der Schiedsrichter das Spiel entschieden. So die Meinung von Trainer Christian Mentges. „In den letzten 10 Minuten waren die Entscheidungen des Schiedsrichters extrem einseitig. Alleine je 2 Zeitstrafen und 7-Meter in den letzten sechs Spielminuten, die unberechtigt waren, haben dem TuS Saulheim den Punkt geschenkt. Wenn man das Verhältnis der Zeitstrafen im Spielbericht sieht, 4 Zeitstrafen gegen uns, gegen Saulheim keine, kann man meine Meinung nachvollziehen. Wir haben im Angriff trotz heftiger Attacken, phasenweise nicht mal mehr einen Freiwurf zugesprochen bekommen. Wenn du mit 5 gegen 7 Feldspieler ( 6+ Schiri ) spielen musst, ist es halt sehr schwer. Man sollte doch beim HVR mal überlegen, ob es Sinn macht, die Männer 2 in der Kreisliga mit einem Gespann zu besetzten, und so ein hochkarätiges Derby nur mit einem Schiedsrichter.”
Bei Stand von 19:15 für die TGO hat die Misere begonnen. Zuerst ein umstrittener Siebenmeter, eine Zeitstrafe, kaum beendet, die nächste Zeitstrafe. Da hatte Saulheim auf einmal wieder an Ihre Chance geglaubt und die Überzahlsituationen geschickt genutzt. Zwar konnten die TGO wieder auf 20:18 erhöhen, aber die beiden letzten 7-Meter zum Endstand wurden abgezockt verwertet. Gegen die 3:2:1-Deckung hatten die Saulheimerinnen große Probleme. Das Abwehrverhalten hatte sehr gut funktioniert. Zu Beginn des Spiels scheiterte Maren Blankenstein immer wieder an der sehr guten Torfrau von Saulheim. Aber auch die TGO hatten mit Jenny Penzes einen großen Rückhalt zwischen den Pfosten.
Bis zur 53 Minuten hatte die TGO immer geführt. Als die Gäste auf die erwartete 5:1-Deckung mit offensiven Außen umgestellt haben, kam die Mannschaft ins Trudeln. Da haben wir uns die ganze Woche darauf vorbereitet und plötzlich waren alle Lösungsmöglichkeiten weg. Dies war das einzige was Trainer Christian Menges seiner Mannschaft vorwerfen konnte.