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  • Di., 14. November 2023, 08:23 Uhr
    HAUPT- UND FINANZAUSSCHUSS: Stellenplan der Stadt Worms für 2024 im Vergleich zur ursprünglichen Vorlage deutlich reduziert

    Thema Personal wichtiger denn je

    In allen Bereichen übte die Verwaltung auch hinsichtlich der Haushaltskonsolidierung eine deutliche Zurückhaltung bei der Beantragung neuer Stellen aus. Allerdings können immer mehr Stellen nicht besetzt oder mehrfach ausgeschrieben werden müssen. Foto: Bernward Bertram


    Von Steffen Heumann › Wenigstens bei der Empfehlung für den Stellenplan der Stadt Worms mit Bezug auf das Haushaltsjahr 2024 gab sich das Plenum am Montag entscheidungsfreudig. Bei einer Enthaltung fiel das Votum und die Empfehlung an den Stadtrat zur Zustimmung einmütig aus. Der Stellenplan gilt als wichtigstes personalwirtschaftliches Instrument und dient als Grundlage für alle weiteren Entwicklungsmaßnahmen im kommenden Jahr. Der schwierige Spagat: In allen Bereichen musste eine deutliche Zurückhaltung geübt werden, um bei der Beantragung neuer Stellen die Ziele der Haushaltskonsolidierung zu unterstützen. Das Thema Personal sei wichtiger denn je, betonte Abteilungsleiter Holger Zutavern. Demographischer Wandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung im Bereich der Verwaltung. „Das führt zu einer hohen Arbeitsverdichtung und mehr Anforderungen“, erklärte Zutavern. In der Folge auch zu einem hohen Krankheitsstand, wie Zutavern befand. Personal zu reduzieren und parallel den Haushalt zu entlasten, sei per se ein schwieriges Thema, „weil die Beschäftigten unverzichtbare Arbeit leisten“. Das sei auch bei der Bewältigung von Krisen deutlich geworden, merkte der Abteilungsleiter Personal und Organisation an.

    Prozesse einleiten – Abläufe optimieren
    Ursprünglich waren für das kommende Jahr 14,5 neue Stellen geplant. Im Ergebnis sei man jedoch mit einem Stellenzugang von 3,25 (Zugänge 77, Abgänge 73,75) für das Jahr 2024 ausgekommen. Auf dem Rücken des Personals könne man jedoch nicht den Haushalt konsolidieren, fasste Oberbürgermeister Adolf Kessel zusammen, „denn aus einigen Bereichen liegen auch Überlastungsanzeigen vor“. Weniger Personal sei daher nicht immer die Maxime. Zunächst müssten Prozesse eingeleitet werden, um Arbeitsabläufe zu optimieren. Dadurch ließen sich auch weitere Einsparpotenziale ausloten. Zumal auch im Bereich 5 Soziales, Wohnen und Jugend Stellen gestrichen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt besetzt werden, gab Matthias Englert von „Worms will weiter“ zu bedenken, dass man nicht nur an der untersten Einkommensstruktur, wie bei Hauswirtschaftskräften oder Reinigungspersonal sparen dürfe. Das sei keineswegs der Fall, entgegnete OB Kessel mit dem Hinweis, dass der Stadtvorstand bald auch von fünf auf vier Personen reduziert würde. Sogar beim Kommunalen Vollzugsdienst wurden zwei Stellen gestrichen, merkte Holger Zutavern an. Allerdings seien dort auch 12 Stellen unbesetzt. Es gäbe zwar ausreichend Bewerber, „aber hier mangelt es zumeist an deren Qualifikation“.

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