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  • Mi., 02. November 2016, 11:18 Uhr
    25-jähriges Ordinationsjubiläum von Pfarrer Thomas Höppner-Kopf in den evangelischen Kirchengemeinden Hamm und Ibersheim

    „Tief in seiner Gemeinde verwurzelt”

    Dekan Harald Storch und Pfarrer Thomas Höppner-Kopf (lks.) beim Ordinationsjubiläum.


    Seit 25 Jahren, seit seiner Ordination, ist Thomas Höppner-Kopf Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinden Hamm und Ibersheim. Geplant hat er nicht, so lange hier zu bleiben. Es hat sich einfach ergeben. Er und seine Frau Stefanie, die beide aus dem Odenwald stammen, wollten gerne aufs Land und der damalige Propst Petersen machte ihnen das Altrheindorf Hamm schmackhaft. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Höppner-Kopf. Und eben auch eine beständige. Natürlich habe es auch mal Überlegungen gegeben, ganz aus der Gemeindearbeit herauszugehen. In seiner jungdynamischen Phase habe er sich mal für eine Auslandspfarrstelle in Malmö interessiert. Aber die Familie sei bald so gut in der Altrheingemeinde eingebunden gewesen, die drei Töchter hätten sich in ihrer Umgebung wohlgefühlt. „Da hat sich bei mir die Erkenntnis durchgesetzt, dass man sich auch weiterentwickeln kann, ohne die Pfarrstelle zu wechseln“, erzählt er. Oder, wie Dekan Harald Storch es ausdrückt: „Man kann auch in die Tiefe gehen“.

    Thomas Höppner-Kopf ist in die Tiefe gegangen. Vor Jahren hat er den Jesuitenpater Andreas Falkner kennengelernt, der bis 2009 Angebote für ignatianische Spiritualität in der EKD vermittelte. „Durch ihn hat sich mein Horizont erheblich erweitert“, sagt Höppner-Kopf. Falkner fragte ihn damals, ob er nicht seine Nachfolge übernehmen wolle. Seither wirkt er im Auftrag der Landeskirche mit an Kursen zur Weiterbildung „Geistliche Begleitung von Exerzitien im Alltag“, die nicht nur, aber vor allem für Kollegen und Kolleginnen ausgeschrieben sind. „Das macht mir sehr viel Freude und kommt letztlich auch der Gemeinde zugute“, bekennt er. Bereichernd für die Gemeindearbeit sei auch seine Beteiligung an den sogenannten Bevollmächtigungstagen der Religionslehrer und -lehrerinnen unter der Federführung von Dr. Chrisoph Meier, Leiter des kirchlichen Schulamts in Mainz.

    Nicht zuletzt ist Thomas Höppner-Kopf seit beinahe 20 Jahren Jugendpfarrer im Dekanat Worms-Wonnegau. Er kooperiert mit der evangelischen Jugendvertretung und Organen der Jugendhilfe, vertritt die Belange der Jugendlichen in den Gremien, arbeitet eng zusammen mit Dekanatsjugendreferentin Johanna Clausnitzer-Piel und Patricia Meurer vom gemeindepädagogischen Dienst und hat die Fachaufsicht über die Gemeindepädagogen des Dekanats. Und vor Ort hat Thomas Höppner-Kopf für frischen Wind gesorgt, beispielsweise, indem er ein Aufbauprojekt zur Zukunft der Landgemeinde anregte und mitmoderierte, und auch die Gestaltung des Altarraums in „seiner“ Kirche war ihm ein Bedürfnis gewesen. Im Übrigen sei es ihm wichtig, „das, was die Kernaufgaben eines Gemeindepfarrers ausmacht, mit Hingabe auszufüllen – also Gottesdienste, Seelsorge und kirchlicher Unterricht der Konfirmanden: das ist immer wieder herausfordernd.“

    Dass der musikliebende und sportliche Pfarrer und seine Familie – die Töchter sind mittlerweile aus dem Haus, und es gibt bereits eine Enkelin namens Ida Pauline – so gerne in Hamm leben, hängt auch mit der Gastlichkeit der Menschen zusammen, mit ihren genussvollen Festen. Viele tragfähige Freundschaften haben sich entwickelt. Er schätzt die deutsch-französische Freundschaft und war tief berührt von der Begegnung mit dem Israeli Joe Schwarz, der niemals mehr deutschen Boden hatte betreten wollen. Im Flugzeug kamen sie ins Gespräch, im September besuchte ihn Schwarz mit den Söhnen Ilan und Yo’av in Hamm und war glücklich, diesen Schritt getan zu haben. Wie ein Medium für Versöhnung habe er sich da gefühlt, sagt der Pfarrer.

    Am 16. Oktober nun wurde in der Hammer Kirche nicht nur das 25-jährige Ordinationsjubiläum von Thomas Höppner-Kopf gefeiert, sondern auch das 45-jährige Jubiläum von Bernd Wilhelm als Leiter des Kirchenchors und das 30-jährige Jubiläum von Bernd Weirauch als Organist. „Der große Zuspruch bei diesem Gottesdienst ließ erkennen, wie tief Thomas Höppner-Kopf in seiner Gemeinde verwurzelt ist,“ sagt Dekan Harald Storch, der ihm die Jubiläumsurkunde überreichte und seine „stabilitas loci“ anerkennend würdigte. Synodalpräses Alexander Ebert, dessen Mentor Höppner-Kopf bei der Ausbildung zum Prädikanten war, sprach Worte des Dankes. Und Dr. Christoph Meier predigte über Eph. 6, 10-18, die geistlichen Waffen, mit deren Hilfe Christen das Böse in der Welt überwinden können. Mit einer Gemeinschaftsfeier der drei Jubilare klang der Sonntag harmonisch aus.

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