
Von Marcus Diehl › Die angestrebte Aufholjagd wurde schnell beendet und die Euphorie nach dem Sieg am Dienstag ich schon wieder Vergangenheit. Die TSG Pfeddersheim verlor in der Oberliga gegen den FC Arminia Ludwigshafen mit 2:3 (1:0). Der Siegtreffer der Gäste fiel in der 98. Spielminute. Andreas Brill, Trainer FC Arminia Ludwigshafen, sprach von einem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Damit hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen.
Die TSG konnte an die Leistung vom Dienstag nicht anknüpfen. Dies monierte auch Trainer Björn Miehe. Vor allem die fehlende Aggressivität, die im Abstiegskampf benötigt wird, kam für ihn zu kurz: „Wir hatten uns mehr erhofft, vieles was wir am Dienstag gut gemacht haben, hat gefehlt.“ Denkbar schlecht begann die Partie für die TSG. Mit der ersten Aktion traf es wieder einmal Luca Graciotti. In der 10. Spielminute musste er das Feld verletzungsbedingt verlassen. Die Qualität der ersten Hälfte war sehr durchwachsen. Die Gäste hatten mehr Ballbesitzphasen und die TSG wollte durch Konter Akzente setzen. Beide waren mit ihrem Latein kurz vor dem Strafraum am Ende. Die TSG hatte mit einer Doppelchance durch Arnold und Bresser die ersten Gelegenheiten liegen gelassen.
Mit zwei riesigen Aktionen stach Matthias Tillschneider heraus. In der 35. Minute verhinderte er mit einer Grätsche den Führungstreffer der Gäste. Steffen Straub bediente den freistehenden Matteo Monetta. Eigentlich musste er nur noch den Ball ins Tor schieben, was Tillschneider gerade noch verhindern konnte. In der 45. Minute stand er wieder im Mittelpunkt. Nach einer Balleroberung an der Mittellinie startete er einen Sololauf, ließ zwei Gegenspieler locker stehen. Mit Blick nach oben schoss er aus 25 Meter den Ball gekonnt halbhoch in die rechte Ecke. „Wir hatten kein Leben, keine Stimmung auf dem Platz. Für die Zuschauer war das reine Magerkost“, so Miehe über die erste Halbzeit. Das Beste war die Führung für die TSG. Die in der zweiten Hälfte nicht lange gehalten hat.
Ein Standard aus dem Halbfeld köpfte Laurenz Graf unbedrängt zum Ausgleich ein. Diese einfachen Gegentore begleiten die TSG schon die ganze Saison. Der Ball war lange unterwegs, dennoch kam der Arminia Spieler ohne Gegenwehr an den Ball. Björn Miehe: „Es ist schon Wahnsinn, wie wir die Gegentore bekommen. Das ist alles zu einfach, wir haben eine klare Zuordnung.“ Die Arminia hatte in der Folgezeit das Spiel im Griff und verpasste in der 73. Minute durch Monetta die Führung. In der 80. Minute hatte Matteo Monetta dann doch den Führungstreffer erzielt. Einen abgefangenen Ball der TSG münzte die Arminia in einen blitzsauberen Konter um.
Jetzt erst wurde die TSG wach und stemmten sich gegen die Niederlage. In der 90. Minute dann der Ausgleich. Ein eigentlich harmloser Freistoß von Aykan Aydin landete im Tor. Von einem Arminia Bein abgefälscht, hatte Torhüter Kevin Urban keine Abwehrchance. Jetzt begann eine neunminütige Nachspielzeit, welche durch zwei lange Unterbrechungen durchaus angebracht war. Sie endete mit dem Tiefschlag für die TSG. Vorne wurde der Ball leichtfertig vertändelt, ein Stellungsfehler beim langen Ball und dann konnte das Tor einfach nicht mehr verteidigt werden. Es war auch der Klasse von Steffen Straub verschuldet. Mit einer Körpertäuschung ließ r seinen Gegenspieler einfach stehen schoss trocken mit dem rechten Fuß in die Maschen.
Am Ostersamstag geht es nach Bitburg zum Tabellenletzten. Gerade auswärts hinkt die TSG stark hinterher. Vier Punkte in der Fremde ist nicht Oberligareif. Anpfiff ist um 18 Uhr.