
Haltung unter verheerenden Bedingungen: Das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises hat 22 Katzen aus einer Privathaltung gerettet. Die Tiere waren im mittleren Rhein-Pfalz-Kreis in einer Wohnung voller Katzenkot und Katzenurin untergebracht und zeigten deutliche Anzeichen einer Verwahrlosung.
Zuvor hatte das Veterinäramt aufgrund eines anonymen Hinweises bereits mehrfach vergeblich bei Kontrollen versucht, die Tiere zu begutachten. Bei der letzten angekündigten Kontrolle zusammen mit der Polizei wurde aufgrund der Sommerhitze und des starken Katzenuringeruchs, der aus der Wohnung trat, das Betretungsrecht zwangsweise durchgesetzt.
In der Wohnung bot sich ein Bild der Verwahrlosung. Überall war Katzenkot und Katzenurin zu sehen, teilweise in eingetrocknetem Zustand. Für die Tiere standen kein Futter oder Wasser zur Verfügung.
Besonders kritisch stellte sich die Situation für eine Mutterkatze mit ihren fünf Kitten da, die zusammen in einer völlig unzureichenden Transportbox ohne Wasser und Futter eingepfercht waren. Alle Katzen wurden in verschiedenen Tierheimen untergebracht und tierärztlich versorgt.
Die Tierhalterin war weder kooperativ noch einsichtig. Da sie die tierschutzrechtlichen Maßnahmen blockierte und physischen Widerstand leistete, mussten die anwesenden Polizeibeamten einschreiten und die Tierhalterin mittels Handschellen fixieren. Sie muss nun nicht nur die Kosten der Wegnahme und die Unterbringungskosten tragen, sondern auch mit einem Halteverbot und einer Strafanzeige rechnen.
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