SPD-Arbeitskreis Umwelt- und Naturschutz: Besuch des Hauptfriedhofes / Mit neuer Leitung des Integrationsbetriebs im guten Dialog
Tierfriedhof auf Agenda 2021
Nicht jeder hat die Möglichkeit sein geliebtes Haustier im eigenen Garten zu bestatten. Viele sehnen sich deshalb einen Tierfriedhof herbei.
Der Wormser Hauptfriedhof ist mit seinem Baumbestand und seiner Pflanzenvielfalt ein biologisches Kleinod in Worms. Seit Juni 2020 ist Christina Jung als neue Bereichsleiterin für den städtischen Integrationsbetrieb Friedhöfe und die 51 Mitarbeiter zuständig. Wie sich das 37 Hektar große Parkareal unter neuer Führung und Naturschutz- und Umweltaspekten künftig weiterentwickeln soll, diesen Ausblick bekam der Arbeitskreis Umwelt- und Naturschutz der SPD bei einer Stippvisite von der neuen Leiterin persönlich aufgezeigt.
Wo sich heute noch Freiflächen befinden, da könnten neue Bestattungsformen entstehen, integriert in Blumenwiesen, die dann den Insekten zugutekämen, war nur ein Beispiel, das Christina Jung den AK-Mitgliedern erläuterte. Baumpflege des alten Baumbestandes, spezielle ganzjährige Bepflanzungsmöglichkeiten und weitere Ideen wie spezielleren Baumbestattungen – die engagierte Landschaftsarchitektin hat viele neue Visionen um den Hauptfriedhof in die moderne Zeit zu führen und den damit verbundenen Wünschen der Wormserinnen und Wormser entgegenzukommen. Allerdings sei jetzt erst mal die Neufassung der Friedhofssatzung auf der Agenda, erläutert die Nachfolgerin des im April in den Ruhestand verabschiedeten, langjährigen Betriebsleiters Ralf-Quirin Heinz.
Gelände für Tierfriedhof besichtigt
Beim Rundgang auf dem weitläufigen Areal wurde natürlich auch das Thema „Tierfriedhof“ angesprochen. Stadträtin Patricia Sonek, die das Thema bereits vor Jahren wieder aufgegriffen und gemeinsam mit der SPD-Fraktion 2019 in den Stadtrat getragen hatte, war hier besonders interessiert. Nach mehr als einem Jahr wollten sie und der Arbeitskreis deshalb wissen, wie es mit dem Projekt Tierfriedhof weitergehen wird?
Das Areal ist vorhanden und mit dem Parkplatz am nördlichen Rand des Friedhofs auch optimal zugänglich zu machen. Allerdings habe sie aufgrund der kurzen Zeit seit der Anstellung und Corona noch keine Zeit gefunden sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen, bedauert Christina Jung. Eine Konzeptvorlage für die erste Sitzung des Friedhofsausschusses 2021 sei aber realistisch, so ihre Einschätzung.
Nach Besichtigung der vorgesehenen Fläche war sich die Gruppe einig, dass eine Erschließung nicht problematisch sei. Allerdings sind die Angebotsmöglichkeiten bei den Bestattungsformen und der Bedarf noch nicht geklärt. Hier versprach der Arbeitskreis seine Mithilfe. „Wir werden uns bei den einschlägigen Tierschutzorganisationen gerne umhören“, versprach Patricia Sonek. Auch eine Nachfrage bei den ansässigen Tierärzten wurde von Michael Gerbich und Christiane Huth angeregt, die sich beide auch in den Nachbarkommunen nach Umsetzungsvarianten erkundigen wollen.
„Wir bleiben im Dialog“, versprach der AK Umwelt- und Naturschutz beim Abschied.