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  • Mo., 30. Oktober 2017, 15:11 Uhr
    Veranstaltung des Freundeskreises Hochstift mit Dr. Günter Gerhardt stößt auf großes Interesse

    Tipps für gesundes und aktives Leben im Alter



    Das Bedürfnis auch im Alter das Leben möglichst agil und beschwerdefrei genießen zu können ist nicht erst heutzutage ein zentraler Wunsch aller Menschen. Daher verwundert es kaum, dass über 50 Personen der Einladung des Freundeskreis „Unser Hochstift braucht Freunde e.V. in den Konferenzraum des Krankenhausstandortes Hochstifts gefolgt waren, um gemeinsam mit Gastreferent Dr. Günter Gerhardt das Thema „Gesund und fit im Alter“ zu diskutieren. Nachdem zusätzliche Stühle herbeigebracht wurden, erklärte der aus Funk und Fernsehen bekannte Internist, Allgemeinmediziner und Psychotherapeut, dass jeder Mensch durch Bewegung, die richtige Ernährung und Aufklärungsarbeit selbst aktiv vorsorgen kann.

    “Wir Menschen sind gemacht, um uns zu bewegen, führte Dr. Günter Gerhard in die Veranstaltung ein. Aus diesem Grund sei der „innere Schweinehund“ mit der häufigste Grund für Krankheitsbilder wie Arthrose und Muskelschwund. Hinzu komme eine falsche Ernährung, die in aller Regel typische Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Gicht oder erhöhte Cholesterolwerte zu Folge haben kann. „Ob Calcium in Verbindung mit Vitamin D für die Knochen, Magnesium für die Muskulatur oder Nahrungsmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie beispielsweise Nüsse - eine ausgewogene Ernährung und Bewegung ist das A und O“, erläuterte der praktizierende Hausarzt.

    Eine heutzutage ebenfalls weiterarbeitete und ernst zu nehmende Krankheit, neben Herz-Kreislauf-Problemen und verschiedenen Krebserkrankungen, sei die Depression. Diese äußere sich häufig in Form von Angstzuständen und könne Herzinfarkte zu Folge haben, wenn man nicht frühzeitig gegensteuere, erklärte der gelernte Psychotherapeut: „Das sogenannte Burn-Out Syndrom ist heutzutage wesentlich ausgeprägter als der Schlaganfall. Neben einer Therapie durch Medikamente rate ich hier zu Psychotherapeutischen Maßnahmen.“ Dabei sei es ausschlaggebend, dass sowohl die betroffenen Patienten als auch deren engeres Umfeld, wie Angehörige, stets über die durchgeführten Maßnahmen informiert sind. „Insbesondere über Nebenwirkungen unter der Therapie durch Psychopharmaka oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, muss aufgeklärt werden.“

    Das große Interesse an der Veranstaltung verdeutliche, dass nicht nur der Gastreferent sondern auch das Thema „Gesundheit im Alter“ gefragter ist denn je, dankte die Vorsitzende des Freundeskreises Kathrin Anklam-Trapp. Gleichzeitig riet die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin den Zuhörern: „Wenn Sie Rat und Unterstützung in diesen oder ähnlichen Fragen benötigen, können Sie sich neben dem eigenen Hausarzt, auch an die landesweit 135 Pflegestützpunkte oder die in Rheinland-Pfalz neu eingeführte „Gemeindeschwester plus“ wenden“. Natürlich helfe auch der Freundeskreis bei weiterführenden Fragen gerne weiter.

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