Feuerwehr und Polizei waren am Samstagnachmittag im Wormser Winterhafen im Einsatz / In das Restaurantschiff „Shisha Lounge Titanic“ dringt höchstwahrscheinlich Wasser ein
Titanic hat leichte Schlagseite
Das Restaurantschiff „Shisha Lounge Titanic“ im Wormser Winterhafen hat leichte Schlagseite und womöglich ein kleines Leck. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Wormser Feuerwehr und die Polizei waren am Samstagnachmittag im Winterhafen, unmittelbar neben der Rheinbrücke, im Einsatz. Der Grund war, dass das Restaurantschiff „Shisha Lounge Titanic“ leichte Schlagseite hat. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Oliver Kehr, erläuterte gegenüber dem NK, dass seine Kräfte einen Ölschlängel, also eine schlauchartige Barriere, um das Schiff gelegt hätten, um beim eventuellen Austreten von Öl dieses auffangen zu können. Ein unmittelbares Sinken drohe wohl nicht, es dringe aber höchstwahrscheinlich Wasser in das Schiff Wasser ein, wenn auch in ganz geringen Mengen.
Einer der beiden Besitzer des Winterhafens, Michael Moser, erklärte, dass er händeringend den Eigentümer des Schiffes suche, damit dieser entsprechende Maßnahmen einleite. Michael Moser berichtete, dass die „Shisha Lounge Titanic“ im Jahr 2018 überhaupt nicht geöffnet hatte, wohl aber im Jahr zuvor. Michael Moser ging auch von einem kleinen Leck im Schiff aus, da es in den letzten Tagen nicht geregnet habe und Wasser, welches im Maschinenraum des Restaurantschiffs stehe, nur durch ein Leck eindringe könne. Weiter führte er aus, dass das Schiff über keinen gültigen TÜV mehr verfüge. Die leichte Schlagseite habe die „Titanic“ erst seit Freitagnachmittag.
Laut Aussage der Feuerwehr, sei das zuständige Schifffahrtsamt informiert. Die Wasserschutzpolizei und das Schifffahrtsamt müssten jetzt die „Titanic“ beobachten und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten.
Michael Moser hofft den Besitzer des Restaurantschiffes rasch zu finden, damit rechtzeitig ein Absinken verhindert werden könne.
Von einem raschen Kentern oder Sinken gingen die Experten vor Ort abernicht aus, denn würde es sich um ein größeres Leck handeln, sei die „Titanic“ schon längst untergegangen.
Kurios bei der Problematik ist, dass fast genau an der gleichen Stelle in der Neujahrsnacht 2010 auf 2011 das damalige Restaurantschiff „Fürst“ gesunken ist. Es scheint so, als ob sich Geschichte eben manchmal doch wiederholt.