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Mo., 29. April 2019, 15:15 Uhr
Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar: TSG Pfeddersheim siegt 3:1 (1:1) bei U21 des 1. FC Kaiserslautern / Heidenmann-Elf fiebert Spitzenspielen entgegen
Topleistung vor den Topspielen
Marcell Öhler absolvierte im Spiel der TSG Pfeddersheim bei den „kleinen roten Teufeln“ wieder einmal ein enormes Laufpensum. Bitter nur für Pfeddersheim: Der agile TSG-Mittelfeldspieler knickte in Hälfte zwei um. Sein Einsatz in den beiden Spitzenspielen gegen TSV Schott Mainz und FV Engers ist gefährdet. Foto: Marcus Diehl
Von Jürgen Jaap | Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison 2018/2019. Treten die Fußballer der TSG Pfeddersheim gegen die spielstarken Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar an, dann gibt’s in der Regel einen ansehnlichen Kick, der meist mit einem positiven Resultat für die Elf um den jungen TSG-Chefcoach Marc Heidenmann endet. Im Spiel bei der U21 des 1. FC Kaiserslautern blieb Pfeddersheim diesem Trend treu. Die intensive Partie am Fröhnerhof bestritt die Heidenmann-Truppe erfolgreich mit einem 3:1-Auswärtssieg. Pfeddersheim rückt auf Rang fünf der Tabelle vor und ist damit ob der 1:5-Heimpleite des Tabellenzweiten FV Engers gegen TSV Schott Mainz bis auf zwei Punkte am Relegationsrang dran. Es bleibt zunehmend spannend im Aufstiegsrennen in die Regionalliga Südwest.
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim Nachwuchs des Drittligisten war Marc Heidenmann („Eine Topleistung“) rundum zufrieden. „Wir wollten die schnellen Angreifer der Lauterer frühzeitig unter Druck setzen, haben das Spiel gegen den Ball herausragend umgesetzt“, sah der TSG-Coach sein Team sofort die Schlagzahl vorgeben. Mit großer Laufbereitschaft, die speziell die Mittelfeld-Achse um Kapitän Tobias Bräuner, Marcell Öhler und davor Sebastian Kaster an den Tag legten, bestimmten die Gäste die Partie. Der erste Treffer gelang dennoch den „kleinen roten Teufeln“. Einen abgefangenen Einwurf der TSG nutzte Jonas Singer bei einem Konter zum 1:0 (13.). „Ein Gegentreffer aus dem Nichts“, wie Heidenmann befand. Einige Minuten benötigten die Gäste, um nach dem Gegentor wieder gut in Tritt zu kommen. Was besonders für den lange verletzten Tobias Bräuner zutrifft. Fast mit dem Pausenpfiff war der TSG-Kapitän im Nachsetzen zur Stelle, nachdem Andreas Buch und Sebastian Kaster über die linke Angriffsseite gefährlich vor dem Kasten der Lauterer auftauchten.
In fünf Minuten entscheidet Pfeddersheim das Spiel
„Natürlich ein psychologisch sehr günstiger Moment zum Ausgleich“, wertete Marc Heidenmann. In ihrer spielerisch besten Phase schnürte Pfeddersheim die Gastgeber ein. Und Oberliga-Top-Torjäger Andreas Buch und dessen Sturmpartner Sebastian Kaster holten binnen fünf Minuten nach, was ihnen im ersten Durchgang noch nicht vergönnt war: der Jubel über einen eigenen Treffer. Erst legte Kaster quer auf Buch, der wie schon so oft in dieser Spielzeit eiskalt abschloss (50.). Wenig später belohnte sich Sebastian Kaster im Anschluss an eine Ecke und einen zu kurz abgewehrten Kopfball von Mathias Tillschneider mit dem Tor zum 1:3 für seine klasse Leistung (54.).
Heidenmann verordnete seiner Elf nun eine 4-5-1 Formation mit einem zusätzlichen Mittelfeldspieler. Eine Maßnahme, die wirkte, konnte die U21 des 1. FC Kaiserslautern doch bis zum Spielende keine echte Chance kreieren, während Marcell Öhler noch einen Freistoß ans Lattenkreuz nagelte (67.). Den drei sicher erspielten Punkten standen aber auch drei Wermutstropfen gegenüber. Florian Lutz (umgeknickt), Tobias Bräuner (dickes Schienbein) und Marcell Öhler (ebenfalls umgeknickt) zogen sich in der Partie Blessuren zu. „Das passiert gerade vor den beiden kommenden Topspielen zur Unzeit“, sorgen die drei Verletzungen bei Marc Heidenmann für Sorgenfalten auf der Stirn. Das Spiel seiner Mannschaft indes sorgte beim TSG-Coach für ein entspanntes Gesicht.
Vorschau auf die englische Woche der TSG Pfeddersheim in der Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar:
TSG Pfeddersheim – TSV Schott Mainz (Mi., 01. Mai, 14 Uhr)
TSG Pfeddersheim – FV Engers (So., 05. Mai, 14 Uhr)
„Da ist eine brutale Vorfreude auf die zwei Spitzenspiele bemerkbar.“ Ein wenig martialisch klingt die Aussage von Marc Heidenmann schon. Wobei: Verdient haben sich die Kicker der TSG Pfeddersheim „die Festspiele“ im heimischen Uwe-Becker-Stadion schon ob der teils herausragenden Leistungen in dieser Saison allemal. Mit TSV Schott Mainz und FV Engers stellen sich am Mai-Feiertag und am kommenden Sonntag zwei Oberliga-Topteams in Pfeddersheim vor. „Beide Teams wollen wie wir auch den Ball laufen lassen, das gibt attraktive Fußballspiele“, ist sich Marc Heidenmann sicher. „Das werden zwei Spiele, die eine anständige Kulisse verdient hätten“, hofft der TSG-Cheftrainer auf reichlich Unterstützung von den eigenen Fans.
Und es sind dazu zwei Spiele, deren Ausgang völlig offen erscheint. „FSV Schott Mainz ist eine Wundertüte“, sagt Heidenmann. Zuletzt gewannen die Mainzer 5:1 beim Tabellenzweiten FV Engers. Davor setzte es eine 1:5-Klatsche zu Hause gegen 1. FC Kaiserslautern U21. Mal hü, mal hott. „Top“ ist in jedem Falle das Stichwort für die dritte Partie der Heidenmann-Elf binnen acht Tagen. Gegen die Truppe aus dem Stadtteil von Neuwied gab’s im Hinspiel viele Tore und eine 2:3-Niederlage. Ungeachtet der angeschlagenen Spieler aus dem Match in Kaiserslautern verspricht Marc Heidenmann: „Es wird in den beiden Spielen gegen Schott Mainz und Engers ein Pfeddersheimer Team auf dem Platz stehen, das gewinnen kann.“ Und ein Team, das auch gewinnen will, denn Marc Heidenmann fügt mit kämpferischem Ton in der Stimme hinzu: „Wir wollen jetzt, wir beißen uns oben fest.“