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Mo., 17. August 2015, 10:58 Uhr
Am Ende konnte der Keeper die 0: 1-Niederlage beim 1. FC Saarbücken nicht verhindern / Am Dienstag um 19 Uhr Heimspiel in Pfeddersheim gegen den Bahlinger SC
Torhüter Tim Paterok hielt die Wormaten lange Zeit im Spiel
Was im letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 mit dem 3:0-Sieg gegen den 1. FC Saarbücken so positiv verlief, ging für Benjamin Himmel und seine Mitspieler des VfR Wormatia Worms, diesmal im zweiten Auswärtsspiel der neuen Saison mit 0:1 daneben. Archivfoto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL Gegenüber der 0:3-Niederlage zum Saisonauftakt bei der U23 des 1. FC Kaiserslautern setzte Trainer Sascha Eller zunächst Alan Stulin, Ricky Pinheiro und Kevin Lahn auf die Bank. Dafür spielten Meik Karwot, Ricardo Antonaci und Florian Eck von Beginn an und die Wormaten versuchten Glück mit einer sehr defensiven Einstellung. Dies führte zu einer großen spielerischen Überlegenheit – allein 12:0-Ecken vor der Pause – der Gastgeber und wäre Torhüter Tim Paterok nicht gewesen, so hätte man bis zum Seitenwechsel deutlicher als mit 0:1 zurücklegen können. Der Rückstand in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten war aber unnötig und entsprang einem individuellen Fehler. Benjamin Himmel hatte sich den Ball in der Vorwärtsbewegung von Mathew Taylor abluchsen lassen, dieser seinen Mitspieler David Puclin auf die Reise geschickt und dessen Vorlage schob Sven Sökler unhaltbar für den Wormatia-Schlussmann zum alles entscheidenden Tor ein. Zu diesem Zeitpunkt sicherlich für die Gastgeber hoch verdient, aber andererseits aus Wormatiasicht völlig unnötig. Da hat man einen Klasse-Tormann zwischen den Pfosten, der seiner Mannschaft mit etlichen Glanztaten den Rücken frei hält, um dann ein ein unnötiges Tor zu kassieren, was am Ende auch der Endstand war.
Nach Wiederanpfiff brauchten die Wormaten einigte Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen. Als Trainer Sacha Eller im Verlauf der zweiten 45 Minuten Stulin, Lahn und Pinheiro einwechselte und die extreme Defensivhaltung damit lockerte, kamen die Wormaten nun mehr Zugriff zum Spiel. Nachdem Sandro Löchelt vor der Pause einmal an einem möglichen Torerfolg schnuppern konnte, aber wohl selbst überrascht nicht schnell genug reagierte, gab es im zweiten Spielabschnitt aber auch Chancen für die Wormaten, doch im Abschluss haperte es einmal mehr. Man könnte auch sagen, dass in dem einen oder anderen Fall auch unglücklich war. Doch Glück muss man sich nun einmal erarbeiten, das fängt beim Anpfiff an und hört beim Abpfiff auf.
Nun war von einer Saarbrücker Überlegenheit, wie in den ersten 45 Minuten deutlich sichtbar, nicht mehr viel zu sehen und Kevin Lahn ((60.+ 65.) hatte die Möglichkeit zum Ausgleich wie auch Enis Saiti nur eine Minute später gerade noch abgeblockt wurde. Auf der anderen Seite war Tim Paterok im Wormatia-Tor jetzt weitaus weniger gefordert. Letztlich waren aber alle Offensivbemühungen der Wormaten nicht druckvoll genug, um den Spiel noch eine Wende gehen zu können. Dennoch eine ärgerliche 0:1-Niederlage, die nach einem individuellen Fehler zustande kam. In der Endphase waren beide Mannschaften mehr oder weniger nicht mehr in der Lage, dem Spiel noch einmal besondere Würze zu verleihen. Saarbrücken verwaltete mehr oder weniger das knappe Ergebnis, zumal sich die Wormatia-Defensive kaum noch Fehler erlaubte – und das obwohl Benjamin Maas zehn Minuten vor Ende der Spielzeit durch Ricky Pinheiro verletzungsbedingt passen musste und dessen Einsatz beim ersten Heimspiel am Dienstag, dem 18. August um 19 Uhr, im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion gegen den sehr defensivstarken Aufsteiger Bahlinger SC ein Fragezeichen steht.
Heimspiel gegen den Bahlinger SC
Der Vizemeister aus der Oberliga Baden-Württemberg, der sich mit einem 3:0-Sieg im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest beim rheinland-pfälzischen Oberligisten SC Hauenstein durchgesetzt hatte, gilt als sehr abwehrstark, macht aber nicht gerne selbst das Spiel, ist aber enorm kontergefährlich. Eine gewachsene Mannschaft ohne große oder gar bekannte Namen, die kürzlich in der 1. DFB-Pokalrunde erst nach 11m-Schießen gegen den Zweitligisten SV Sandhausen, der bisher in der 2. Liga mit drei Siegen aufhorchen ließ, zuletzt mit einem 6:0-Kantersieg beim SC Paderborn, ausschied. Dies sagt eigentlich schon alles die schwere Aufgabe, welche die Wormaten am Dienstagabend im ersten Heimspiel im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion bevor steht – und das unter dem Aspekt, dass unbedingt gepunktet werden muss. Alla Wormatia, packen wir es an!
Beim 1. FC Saarbrücken spielten für den VfR Wormatia: Tim Paterok, Patrick Auracher, Benjamin Maas (80. Ricky Pinheiro), Meike Karwot (65. Alan Stulin), Jan Just (52. Kevin Lahn), Benjamin Himmel, Fabian Eck, Ricardo Antonaci, Sandro Löchelt, Enis Saiti, Florian Treske.