
Im letzten Saisonspiel in Neunkirchen boten die TGW-Damen den ins Saarland mitgereisten Fans sicher nicht die beste Leistung, aber dafür sicher eine der unterhaltsamsten und spannendsten Partien. Einen schnellen 0:2-Rückstand konnte die TGW innerhalb von 2 Minuten aufholen. Zur Halbzeit hatte der HTC Neunkirchen die zwei Tore-Führung aber wieder hergestellt. Doch auch diesmal gelang es Worms, mit einem schnellen Doppelschlag wieder auszugleichen. Neunkirchen blieb am Drücker und ging ein drittes Mal in Führung, bevor die TGW das Spiel drehte, nur um am Ende doch noch den Sieg aus der Hand zu geben.
Kampf und Emotionen, dazu eine gelbe Karte gegen und einem 7m für Worms, sowie zwei Strafzeiten gegen Neunkirchen – viel mehr kann ein Hockeyspiel nicht bieten. Durch das 6:6-Unentschieden beenden die Hockeydamen die Hallenrunde 2025/26 als Tabellendritte. Das jüngste Team der Liga hat in der gesamten Saison überzeugt. Vier Siege in den ersten vier Partien machten gleich klar, dass Worms nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde und kurzzeitig sogar von mehr träumen durfte. Ein Aufstieg wäre für das Team aber sicher zu früh gekommen.
Das Trainerteam Matthias Krafcyck und Nicole Hasselmann konnte in der Halle erstmals auf Spielerinnen aus dem erfolgreichen Jugendjahrgang 2008 zurückgreifen und schaffte es, eine harmonische Mischung aus Routine und Unbekümmertheit auf den Platz zu schicken, die über 50 Tore in 10 Spielen erzielen konnte. Mit Lotte Hasselmann stellte die TGW auch die erfolgreichste Torschützin der Liga. Für Lotte war es gleichzeitig auch die letzte Saison im TGW-Dress. Sie wird ab der kommenden Feldrunde zum benachbarten TSV Mannheim wechseln, um in deren Damenmannschaften die Chance zu haben, wesentlich höherklassig spielen zu können.
Bei der TGW wird das eine große Lücke reißen. Doch auch in diesem Jahr kommen Jugendspielerinnen nach, die seit der U14 regelmäßig auf weiterführenden Meisterschaften in der Halle und auf dem Feld bundesweit Erfahrung sammeln konnten und für die Jugendarbeit der TGW gibt es kaum eine größere Auszeichnung, als Spielerinnen, die in den Fokus großer Vereine geraten.