HANDBALL: TGO-Damen belegen den dritten Platz in der Rheinhessenliga
Trainer mit Saison zufrieden
Sie konnten einige Kabinenfeste feiern, die TGO Damen in dieser doch recht erfolgreichen Saison. Foto: TGO Damen
Von Marcus Diehl › „Über die ganze Saison gesehen, können wir nach dem Rückzug aus der Oberliga, einigen Abgängen und dem Neustart in der Rheinhessenliga natürlich zufrieden sein.“ Das ist das Fazit von Trainer Björn Dinger nach der Saison seiner Handballdamen von der TG Osthofen.
Die Verantwortlichen hatten sich nach der vergangenen Saison dazu entschieden, obwohl der Klassenerhalt erreicht wurde, in der Rheinhessenliga einen Neuanfang zu starten. Dies scheint ein Jahr später, der richtige Weg gewesen zu sein. Der Umbruch im Kader, konnte gut abgefangen werden, was der dritte Tabellenplatz in der Endabrechnung auch deutlich macht. Damit konnte nicht unbedingt gerechnet werden. Zu groß war doch der Aderlass an Spielerinnen, vor der Saison.
Die Vorbereitung wurde zusammen mit den Damen II und ihrem Trainer Kolja Sahre gestartet. Im August übernahm Trainer Björn Dinger das Team.
Mit einer sehr jungen Mannschaft wurde die Rheinhessenliga in Angriff genommen. Niederlagen gab es nur gegen die zwei Spitzenteams Nahe-Glan und Gonsenheim. Eine gute Abwehrarbeit war der Erfolgsgarant bei den 14 Saisonsiegen. Sie stellten das zweitbeste Team in der Liga, was die Defensive betrifft. Verbesserungspotenzial sieht Trainer Björn Dinger auf jeden Fall in der Offensive.
Das Ziel, die zahlreichen Nachwuchskräften zu etablieren und sich als Team zu finden, konnte erfolgreich abgehakt werden. Wie geht es nun weiter bei den TGO Damen? Trainer Björn Dinger wird auch 2023/24 an der Seitenlinie stehen und das Team anweisen. Neuzugänge gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu vermelden. Aus beruflichen Gründen werden Nina Reinmann und Nicki Krick kürzertreten müssen und vorübergehend nicht zur Verfügung stehen. Sonst bleibt die Mannschaft zusammen. Ein Problem könnte durch die kleinere Anzahl an Spielerinnen entstehen.
Trainer Björn Dinger: „Wir gehen mit einem kleinen Kader in die Vorbereitung und wohl auch in die Saison. Für eine Spielzeit sollte das machbar sein, sofern sich keine Spielerin verletzt oder aus anderen Gründen länger fehlt.“ Für die neue Saison haben sie sich vieles vorgenommen. Nicht was die Rangfolge in der Tabelle betrifft, sondern um die weitere Entwicklung der Mannschaft. Die jungen Spielerinnen sind noch lange nicht ausgereift. Die gute Abwehrarbeit kann noch weiter optimiert werden und an einer deutlichen Steigerung der Angriffsleistung wird gearbeitet.
„Wir müssen die technischen Fehler reduzieren, das Tempospiel verbessern und mit schnellen Gegenstößen versuchen, einfache Tore zu erzielen. Vor allem aber die Durchschlagskraft im Angriff muss sich auf allen Positionen erhöhen“, ist sich Trainer Björn Dinger durchaus bewusst, über seine Aufgabe. Sein Team ist noch jung und sehr lernwillig.
Seit Jahren wird ansehnlicher Damenhandball in einem familiären Umfeld in Osthofen geboten. Doch für die Zukunft könnte der fehlende Nachwuchs, ein Problem ergeben. Aktuell steht nur eine weibliche D-Jugend Mannschaft zur Verfügung. Es wird kurz- und mittelfristig unvermeidlich sein, zur Überbrückung auf externe Zugänge zu setzen, um weiterhin attraktiven Handball bieten zu können.
Die zweite Damenmannschaft wird in der nächsten Runde übrigens in der Kreisliga auflaufen. Noch muss sich kein Handball-Freund so richtig Sorgen machen um die Damen bei der TGO. Denn was Trainer Björn Dinger nach einem Jahr Amtszeit an der TGO so schätzt „Der Zusammenhalt in der TGO ist einzigartig.“ Darauf lässt sich doch Aufbauen für die Zukunft.