„Von Lebenskünstlern und Stehaufmännchen“- unter diesem Titel hatten die Jugendämter der Landkreise Alzey-Worms, Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Rhein-Hunsrück ein gemeinsames Seminar für Pflegeeltern organisiert. Mehr als 100 Pflegemütter und -väter kamen zur Veranstaltung, um sich über Traumatisierungen wie Chancen ihrer Schützlinge auszutauschen und zu informieren. Nach der Begrüßung durch Fachbereichsleiter Olav Muhl referierte die Mainzer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Sabine Maur zu typischen traumatischen Erfahrungen, denen viele Pflegekinder in ihren Ursprungfamilien ausgesetzt sind. Basierend auf einer Studie lag der Schwerpunkt dabei auf der Frage, welche Faktoren für die Bewältigung derartiger Erlebnisse ausschlaggebend sind: „Nichts wirkt sich umfassender auf die psychosozialen Perspektiven dieser Kinder aus als eine liebe und fürsorgliche Pflegefamilie“, waren sich Maur und die Vertreter des Jugendamtes einig. Begleitend wurden Fragen und individuelle Problemstellungen der Anwesenden besprochen, was nicht zuletzt aufgrund Maurs eigener Erfahrungen als Pflegemutter als besonders hilfreich wahrgenommen wurde.
Künftig wollen sich die Pflegeeltern noch enger vernetzen und austauschen, auch das Jugendamt plant weitere Angebote. Wer sich vorstellen kann, ein Kind in Pflege zu nehmen, um es bei seiner Entwicklung zu unterstützen, kann sich beim Pflegekinderdienst der Kreisverwaltung Alzey-Worms unter den Telefon 06731/ 408-5061 (Utta Baum-Martini) oder 06731/408-5062, Gabi Presser, melden.
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