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Di., 12. November 2013, 23:13 Uhr
Wormser Narrhalla eröffnete schon vor dem 11.11. ihre Fastnachtskampagne im Vereinshaus
Treffsichere Pointen, stimmungsvolle Melodien und lokalpolitische Spitzen
Mit einen Feuerwerk an treffsicheren Pointen, stimmungsvollen Melodien und lokalpolitischen Spitzen startete die Wormser Narrhalla am vergangen Samstag in die neue Fastnachtskampagne. Der Traditionsverein hatte Aktive, Mitglieder und Freunde eingeladen, um im vierfarbbunt dekorierten Vereinsheim die ersten Helaus erklingen zu lassen.
Im Mittelpunkt des närrischen Programms stand die Präsentation des Kampagne Mottos der Narrhalla, das auch in diesem Jahr natürlich wieder lokalen Charakter hat. „En Hamster schmeißt der Drache um! In Worms laaft alles annerscht rum!“ spielt natürlich auf die Geschehnisse am „Hohen Stein“ an.
Präsentiert wurde dieses Motto von Patric Heischling (195 cm), der in toller närrischer Maske in die Figur des kleinen Hamsters vom hohen Stein schlüpfte und zum Besten gab, warum und wie er vom Rheingewann nach Worms-Heppenheim umziehen musste. Ein perfekter Motto-Vortrag, der beim Publikum viel Anklang und Applaus erfuhr.
Einen Einblick ins familiäre Spannungsfeld zwischen den Generationen gaben Jeanine Emans-Heischling und ihre Söhne Max und Philipp zum Besten, die sich zum besseren Verstehen per Smartphone und facebook verständigen mußten.
Dauerbrenner Baustellen
Warum es in Worms so viele Baustellen gibt, ja dass es genau so viele geben muss, das erklärte ein Vertreter des städtischen Planungsamtes. Matthias Matheis war in diese Rolle geschlüpft und er brachte in seiner humorigen Art das auf den Punkt, was sich viele Wormser denken, wenn über Baustellen in der Stadt gesprochen wird.
Heitere Besinnlichkeit brachte der nächste Programmpunkt in die Narrhalla. Kirsten Zeiser machte sich Gedanken zur Melodie der „Lilli Marleen“, welches Kostüm diesmal zur Fastnacht passt oder was man mit dem Inhalt der ausgeleerten Locher aus dem Rathaus anstellen könnte – „denn Fastnacht is so schää“. Das Publikum stimmte am Ende jeder Strophe kräftig mit in diese Schlussworte ein.
Moderne Technik bereitet nicht nur zwischen den Generationen Probleme, sie bringt auch altgediente Ehepaare wie Lisbeth und Valtin in ernste Schwierigkeiten. Die von Petra und Heinz-Werner Thier närrisch dargebotenen Missverständnisse und Verwechslung rund um Computer, Handy und Internet wurden mit lang anhaltenden Beifall des Publikums bedacht.
Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt der Narrhalla-Jüngsten, die sich ganz rockig über ihre Herkunft Gedanken machten. Zur Melodie von Dusty Springlields „Son of a preacherman“ hatten sie einen Song gecovert und für die Narrhalla-Auftaktveranstaltung einstudiert. Benedict, Jonathan und Valentin Schulz sowie Maximilian und Philipp Emans sangen und tanzten was das Zeug hielt und kamen nach stehenden Ovation nicht um eine umjubelte Zugabe herum.
Ehrungen durch Michael Bastian
Natürlich durften in der Veranstaltung närrische Ehrungen nicht fehlen. Michael Bastian, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval, Bezirk Rheinhessen-Süd, zeichnete zwei besonders verdiente Aktive der Narrhalla aus. Den Verdienstorden in Silber erhielt Jürgen Wolffgramm, der über 30 Jahre die Abteilung Technik der Wormser Narrhalla geleitet hat und Komiteemitglied ist.
Verdienstorden in Gold für Günter Schuh
Der Narrhallese Günter Schuh erhielt sogar den Verdienstorden in Gold mit Brillanten. Über 50 Jahre war er im Vorstand, als Zeremonienmeister im Komitee und in weiteren unterschiedlichen Funktionen im Verein aktiv. Die Wormser Narrhalla drückt mit dieser Ehrung ihren Dank für das langjährig geleistete Engagement aus. Für Narrhalla berief Sitzungspräsident Ottfried Gernsheimer Rüdiger Erdelmeier in den Elferrat sowie Michael Bastian in der Großen Rat des Vereins.
Gernsheimer dankte zum Schluss noch einmal den Aktiven und allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Danach erklang das Traditionslied der Wormser Narrhalla, „die Giesebrick“, das allen kräftig mitgesungen wurde.
Patrick Bach, der die Veranstaltung musikalisch begleitet hatte, spielte danach noch zum Tanz, was ausgiebig genutzt wurde. Die Damensitzungen der Narrhalla finden im kommenden Jahr am 1., 8., 15. und 22. Februar im Kesselhaus der EWR AG statt. Karten können ab sofort über die Narrhalla-Geschäftsstelle bestellt werden.