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  • Di., 02. Dezember 2014, 12:43 Uhr
    IHK Rhh und Hochschule Worms zeigen wie Betriebe in Zeiten des demographischen Wandels und der Globalisierung die richtigen Mitarbeiter finden

    Trends und Herausforderungen im Personalmanagement







    Demographischer Wandel, Wertewandel und Globalisierung sind nach Ansicht deutscher Personaler die wichtigsten Trends, auf die sich das Personalmanagement mittelständischer Betriebe einstellen muss. Aber wie? In der von IHK Rheinhessen und Hochschule Worms organisierten „KMU meets KMH“ Veranstaltungsreihe gab es Antworten auf diese Frage. „Wir stehen diesen Trends nicht hilflos gegenüber“, sagte IHK-Vizepräsident Michael Kundel, der gemeinsam mit Hochschulpräsident, Professor Jens Hermsdorf, die Veranstaltung eröffnete. Wie Kundel darlegte, gibt es weniger jüngere Mitarbeiter, sind Fachkräfte rar, wird Social Media wichtiger und es müssen auch in Führungsetagen in Betrieben immer mehr Menschen unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds integriert werden. Professor Sebastian Herr vom Studiengang Internationale Betriebswirtschaft, sagte, neben den klassischen Anforderungen wie Fachwissen und Teamfähigkeit würde es immer wichtiger, dass Mitarbeiter gut kooperieren, organisieren, kombinieren, erklären und Prozesse optimieren können. Dazu empfahl er: „Lassen Sie Raum für Kreativität und Selbstbestimmung, seien Sie offen für Quereinsteiger und ermöglichen Sie verschiedene Perspektiven“.



    von links: Professor Klaus Fischer, Professor Sebastian Herr, Dr. Ingrid Vollmer, Professor Jens Hermsdorf und Michael Kundel: „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Betriebe den Trends und Herausforderungen im Personalmanagement stellen“.


    Professor Klaus Fischer vom Studiengang Touristik stellte den Gallup Engagement-Index 2013 vor. Demnach haben 67 Prozent der Mitarbeiter nur eine geringe und 17 Prozent gar keine Bindung ans Unternehmen und kaum einer würde seinen Betrieb als Arbeitgeber weiterempfehlen. „Das Ergebnis hat mich geschockt“, sagte Fischer. „Wir haben in Deutschland ein Problem mit der Mitarbeiterführungsqualität“. Mitarbeiter vermissen demnach vor allem Wertschätzung ihrer Arbeit. Führungskräfte sollten mehr durch Lob motivieren und ihre Mitarbeiter mehr eigene Erfahrungen machen lassen, sagte Fischer. Kleinere Betriebe seien gut beraten, ihr Profil zudem durch Partnerschaften zu stärken, etwa auf Messen mit anderen Firmen, aber auch durch Zusammenarbeit mit Hochschulen. Kundel wies außerdem auf die Möglichkeit hin, Mitglied im neu gegründeten Rheinhessen-Marketing-Verein zu werden. Fischer führte weiter aus, um Jüngere zu erreichen seien Social Media Kanäle wichtig, doch deren Einsatz müsse wohl bedacht sein: „Zwar nutzen mittlerweile 60 Prozent der Unternehmen Social Media, aber nur 22 Prozent der Kandidaten halten diese Einträge für glaubwürdig“. Dr. Ingrid Vollmer von der m-result, Market Research & Management Consulting GmbH in Mainz wies darauf hin, dass viele Firmen ihre Kraft in gutes Produktimage steckten, nicht jedoch ins Firmenimage. Letzteres sei aber entscheidend für eine emotionale Bindung und die Zufriedenheit der Mitarbeiter.








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