Mi., 02.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 29. September 2014, 12:44 Uhr
    Verbandsversammlung und Neuwahlen beim Zweckverband Wasserversorgung Seebachgebiet Osthofen

    Trinkwasserversorgung auf Jahre gesichert

    Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung für das Seebachgebiet Osthofen bestätigte in ihrer konstituierenden Sitzung Bürgermeister Gerhard Kiefer einstimmig in seinem Amt als Verbandsvorsteher; ebenso Bürgermeister Walter Wagner als Stellvertreter. Neu in das Amt des zweiten Stellvertreters wählte die Verbandsversammlung Bürgermeister Ralph Bothe sowie im weiteren Sitzungsverlauf die 13 Mitglieder für den Werksausschuss.

     

    In seinem Bericht teilte Verbandsvorsteher Gerhard Kiefer mit, dass in der abgelaufenen Legislaturperiode mit der Neuausrichtung der Wasserversorgung Zweckverband Osthofen begonnen wurde. In Zusammenarbeit mit der SGD Süd wurde ein Zukunftskonzept zur Sicherung der Wasserversorgung im Seebachgebiet erstellt und vorgestellt. Als Fazit dieses Konzeptes ist festzuhalten, dass die Trinkwassergewinnung und damit auch die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung qualitativ und quantitativ auf Jahre gesichert ist.

    Außerdem fiel in der abgelaufenen Legislaturperiode der Startschuss für eine Neuausrichtung der Wasserversorgung im Verbandsgebiet. Im Jahr 2010 wurde die Fortschreibung des Generalplans Wasserversorgung den Gremien und der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Generalplan sieht eine Neuausrichtung der Wasserversorgung bis 2025 vor.

    Die notwendigen Maßnahmen werden in zwei Abschnitte aufgeteilt. Von 2011 bis 2018 werden überwiegend Maßnahmen zur Erneuerung der Behälter und Pumpwerke durchgeführt, um die Voraussetzungen für eine gesicherte Trinkwasser- und Löschwasserversorgung herzustellen. Ab 2015 bis 2025 sind überwiegend Erneuerungen des Transportnetzes vorgesehen.

    Der Gesamtbedarf der Investitionen aus dem Generalplan beziffert sich auf 39 Mio. Euro. Diese Investitionen sollen durch moderate Entgelterhöhungen finanziert werden, die nach Abschluss der Maßnahme immer noch im unteren Bereich der Entgeltskala der Versorger in Rheinhessen liegen werden.

    Die denkmalgeschützten Hochbehälter, die im Zusammenhang mit dem Bau neuer Wasserbehälter außer Betrieb genommenen wurden bzw. werden, können die interessierten Kommunen zu einem symbolischen Preis erwerben.

    Trotz geringerer Wasserentnahmen der Großverbraucher pendelte sich der Wasserverkauf zwischen einem Wert von 2,9 Mio. (2010) und einem Wert von 3,15 Mio. m3 (2013) ein. Dies ist auf die verbesserte Wasserverfügbarkeit, auch bedingt durch die Bereitstellung des Trinkwassers mit verbesserten Druckverhältnissen in den einzelnen Ortslagen, zurückzuführen.

    Die Umsatzerlöse entwickelten sich von 5,7 Mio. Euro (2009) auf 6,6 Mio. Euro (2013). Dies liegt zum einen an dem veränderten Wasserverkauf, zum anderen an den dem Investitionsbedarf angepassten Wasserpreisveränderungen. Der Wasserpreis wurde 2013 erstmals seit 1994 von 1,22 Euro auf 1,32 Euro angehoben. Die Grundgebühr für einen Wasserzähler wurde 2011 um 1 Euro und 2013 um einen weiteren Euro angehoben. Somit wurde den durchgeführten Investitionen Rechnung getragen.

    Eine weitere Preiserhöhung im Jahr 2013 resultierte aus der Erhebung eines Entgelts für die Entnahme von Wasser auf Gewässern des Landes Rheinland-Pfalz. Dieser beträgt 0,06 Euro und belastet das Ergebnis des Wasserwerks jährlich mit rund 190.000 Euro.

    Durch Investitionen entwickelte sich der Darlehensbestand von 2,72 auf 7,4 Millionen Euro. Der Zinsaufwand fiel von 138.000 Euro auf 115.000 Euro im Jahr 2013. Der Jahresgewinn entwickelte sich von 206.000 Euro auf 358.000 Euro und beläuft sich auf insgesamt 1,3 Mio. Euro. Im Berichtzeitraum wurde die Eigenkapitalstärke von 7,9 Mio. Euro auf 9,53 Mio. Euro angehoben. Die Eigenkapitalquote sank von 42,5 % auf 39 %, da die hohen Investitionen zu einer gestiegenen Bilanzsumme führten.

    In den Jahren 2011 bis 2013 wurden Konzessionsabgaben in der Summe von 980.000 Euro erwirtschaftet. Diese Summe wurde in den Eigenbetrieben zur Stärkung des Eigenkapitals zurückgeführt. Der Materialverbrauch lag in den Jahren durchschnittlich bei einem Wert von 191.000 Euro.

    Die Strombezugskosten veränderten sich von 336.000 auf knapp 395.000 Euro (2013) bei gleichzeitiger Reduzierung des Stromverbrauchs um knapp 90.000 kWh im gleichen Zeitraum. Der Aufwand entwickelte sich von 3,7 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro in 2013.

    Als Investitionsschwerpunkte der vergangenen 5 Jahre sind mit rund 7 Mio. Euro der Leitungsbau und die Hausanschlüsse sowie der Behälterbau mit 4,3 Mio. Euro zu nennen.

    Der Zweckverband Wasserversorgung für das Seebachgebiet Osthofen versorgt 19.905 Haushalte. Im Versorgungsgebiet zu dem die Stadt Worms, die Verbandsgemeinde Monsheim, VG Wonnegau, VG Alzey-Land (Bermersheim, Dintesheim, Eppelsheim, Flomborn, Gau-Heppenheim und Ober-Flörsheim) und Teile der Verbandsgemeinde Eich (Eich, Hamm am Rhein und Mettenheim) gehören, liefert der Zweckverband an insgesamt 56.092 Kunden (Stand zum 31. 12.2013) Wasser.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Tip SüdhessenAnzeige das Wormser
    Anzeige TicketshopAnzeige AmtsblattAnzeige Klinikum Worms - Tag der offenen Tür