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  • Mi., 30. März 2016, 13:32 Uhr
    Energetische und brandschutztechnische Sanierungsmaßnahmen an der Ernst-Ludwig-Schule gehen voran

    Trotz Deckenproblem noch im Zeitplan

    Baudezernent Uwe Franz, hier mit Projektleiterin Ursula Awenius-Regente vom städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetrieb, beim Baustellengespräch in der Ernst-Ludwig-Schule.

    Baudezernent Uwe Franz, hier mit Projektleiterin Ursula Awenius-Regente vom städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetrieb, beim Baustellengespräch in der Ernst-Ludwig-Schule.

    Im Sommer letzten Jahres waren die energetischen und brandschutztechnischen Sanierungsmaßnahmen an der Ernst-Ludwig-Schule ins Stocken geraten. Bei den Deckendurchbrüchen für die beiden neuen Treppenhäuser an den Stirnseiten des Gebäudes war festgestellt worden, dass die Verankerungen der Bewehrungsstäbe damals, beim Bau der Schule, nicht fachgerecht hergestellt wurden.

    Die Bausünde im vorigen Jahrhundert ließ den Stahl rosten und die statische Belastbarkeit der Decken schrumpfen. „Eine Gefährdung für Schüler und Lehrer bestand zu keiner Zeit. Doch mit diesen baulichen Mängeln können wir die Decken nicht weiter im Gebäude belassen. Sicherheit hat oberste Priorität“, verdeutlicht Baudezernent Uwe Franz den Handlungsbedarf.

    Zusätzlicher Planungsaufwan abgearbeitet
    „Zunächst mussten wir klären, wie wir vorgehen, ohne die Statik des Gebäudes zu gefährden, und welches Deckensystem wir einbauen“, erläutert Architektin Ulrike Awenius-Regente, die zuständige Projektleiterin beim städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetrieb. Der zusätzliche Planungsaufwand sei abgearbeitet, sodass man jetzt in die Ausschreibung gehen könne, berichtet die Projektleiterin. In insgesamt zwölf Klassensälen müssen die Decken und Böden rausgebrochen werden, was aufgrund der Gebäudestatik jedoch nicht in einem Zug durchgeführt werden kann.

    „Daher werden wir immer nur zwei Säle auf einmal machen“, so Awenius-Regente. Vorgesehen ist, die alten und schadhaften Decken durch moderne Stahl-Beton-Konstruktionen zu ersetzen. Bedeutet, dass im Rahmen der Abbrucharbeiten auch sämtliche Unterkonstruktionen, Verschalungen, Rohre, Heizkörper und Elektroleitungen unterhalb und oberhalb der Decken entnommen und dann neu installiert werden müssen.

    Durch die maroden Decken war deren statische Belastbarkeit nicht mehr gewährleistet.


    Schadstoffbelastete Baustoffe gefunden
    Bei den Renovierungsarbeiten hat man außerdem unter dem Innenputz der Sandstein-Fassade noch schadstoffbelastete Baustoffe gefunden, die damals zur Feuchtigkeitsisolierung verwendet wurden und nun entfernt werden müssen, „sodass wir es im Grunde nun mit einer Komplettentkernung der Ernst-Ludwig-Schule zu tun haben“, macht Baudezernent Uwe Franz deutlich.

    Finanzieller Mehraufwand
    Dass all die unumgänglichen Änderungen und nicht vorhersehbaren, zusätzlichen Aufwendungen auch Geld kosten, liegt auf der Hand. Die ursprünglich für die energetische und brandschutztechnische Generalssanierung vorgesehenen 5,2 Millionen Euro werden sich auf zirka 8 Millionen Euro erhöhen. Abgeschlossen ist bereits der Einbau von zwei neuen Fluchttreppenhäusern im Zuge der brandschutztechnischen Ertüchtigung an den Stirnseiten des um 1900 erbauten Gebäudes. „Hier müssen wir noch die Wände hochziehen“, informiert Projektleiterin Ursula Awenius-Regente. Derzeit sind die Handwerker am Haupttreppenhaus und den beiden seitlichen Treppenhäusern zugange.

    Zwischenbau uns Sporthalle ertüchtigen
    Der sogenannte Zwischenbau und die Sporthalle müssen ebenfalls noch in Sachen Wärmedämmung und Brandschutz ertüchtigt werden. Wegen der immer umfangreicher werdenden Renovierungsarbeiten muss in den Sommerferien dann auch die Spiel- und Lernstube umziehen, ebenfalls in Container-Klassensäle in Neuhausen. Bei allen Arbeiten stehe man in engem Kontakt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, betont Uwe Franz: „Wir wollen auf jeden Fall den roten Ziegelbelag, die Decken in den Fluren und die alten Holztüren erhalten. Nur die große Eingangstür bereitet uns momentan noch Kopfzerbrechen,  denn die Schule soll zumindest im Erdgeschoss barrierefrei werden.“

    Um Barrierefreiheit herzustellen, muss im Haupthaus ein halbgeschossiger Aufzug eingebaut werden, damit das nur über eine Treppe erreichbare Erdgeschoss auch künftig für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich wird. Die oberen Stockwerke bleiben weiterhin nur über die Treppe erreichbar.

    „Wir liegen trotz allem noch gut im Zeitplan“, zeigt sich Uwe Franz zuversichtlich, dass die nach Neuhausen auf das Gelände der Staudinger-Grundschule ausgelagerten Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresbeginn 2018/19 in die generalsanierte Ernst-Ludwig-Schule  zurückkehren können.

     

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