BOMBENDROHUNG GEGEN WORMSER VOLKSBANK: Unbekannter kündigt Zündung eines Sprengsatzes an / Hauptstelle wurde evakuiert / Spürhunde werden nicht fündig
Trotz Entwarnung bleibt ein mulmiges Gefühl
Nach einer Bombendrohung musste die Hauptstelle der Volksbank Alzey-Worms am Donnerstagnachmittag evakuiert werden. Fotos: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Donnerstagabend, 20.34 Uhr: Entwarnung! Kein verdächtiger Gegenstand gefunden! Die Suche von Sprengstoffspürhunden verlief negativ. Gottseidank. Prokurist Harald Schröder kann mit den verbliebenen Kollegen der Volksbank in die Räume der Hauptstelle zurück. In 38 Dienstjahren hat Harald Schröder viel erlebt. Diesen Tag werden er und die rund 50 Mitarbeiter , die kurz vor 17 Uhr in der Hauptstelle anwesend waren, so schnell nicht vergessen. Gegen 16.42 Uhr erreicht ein Anruf das Service-Center in Nierstein. „Bombendrohung, Worms, Marktplatz 19, um 17.20 Uhr“. Mehr ist nicht bekannt.
Sofortige Evakuierung beschlossen
In Abstimmung mit der Polizei wird die sofortige Evakuierung der Räumlichkeiten beschlossen. Binnen weniger Minuten sind alle Mitarbeiter und Kunden informiert und verlassen die Bank. „Selbst der Verdacht, dass keine unmittelbare Bedrohung vorliegt, lässt keinen Spielraum“, so Harald Schröder. Die Verantwortung für die Mitarbeiter steht über allem. Die Polizei hat derweil die Umgebung abgesperrt, weitere Maßnahmen werden eingeleitet. Mit gemischten Gefühlen beobachten die Volksbank-Mitarbeiter vom Siegfriedbrunnen aus das Szenario. Vermutlich handelt es sich nur um einen „schlechten Scherz“, ein mulmiges Gefühl bleibt. „Man weiß ja nie …“
Sprengstoffspürhunde werden nicht fündig
Die Bedrohung ist akut – keine Entwarnung in Sicht. Polizei und Feuerwehr koordinieren das weitere Vorgehen, um nach dem Eintreffen der Kollegen mit Sprengstoffspürhunden die Räumlichkeiten nach auffälligen Gegenständen zu durchsuchen. Als die Spezialisten auf vier Pfoten eintreffen, beginnt wenig später der Einsatz. Die Spürnasen machen ihren Job, der ist anstrengend. Eine Pause, dann geht’s weiter, bis alle neuralgischen Punkte des Gebäudes abgesucht sind. Letzte Zweifel sind beseitigt, sämtliche Gebäudeteile wurden abgegangen. Der Einsatz ist zu Ende, die Mitarbeiter der Bank können wieder zurück an ihren Arbeitsplatz. Am Freitag soll wieder ein ganz normaler Arbeitstag folgen… Gesprächsthema Nummer 1 ist sicher der anonyme Anrufer. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Sprengstoffexplosion.
Sprengstoffspürhund und Polizisten in Begleitung der Feuerwehr mit Gebäudeplan auf dem Weg zur Durchsuchung der Volksbank.