Bad des evangelischen Kindergartens in Hochheim für insgesamt 180.000 Euro saniert
Trotz Widrigkeiten tolles Ergebnis
Ein freudiger Anlass! Die Kinder haben ihr neues Bad nun auch offiziell eröffnet.
Besonders stolz ist Jasmin Dörr über das neue, höhenversetzte Waschbecken, an dem die Kinder mit Wasser experimentieren können. Aber auch sonst ist die sanitäre Anlage des evangelischen Kindergartens in Worms-Hochheim nicht mehr wiederzuerkennen. Die Stadt, die für die Unterhaltung zuständig ist, hat das Bad für insgesamt 180.000 Euro saniert. Baudezernent Uwe Franz und Ortsvorsteher Timo Horst, der sich für die Sanierung eingesetzt hatte, machten sich nun vor Ort ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten.
Die vorhandenen sanitären Anlagen und Nebenräume im Anbau wurden komplett abgerissen, inklusive der Bodenplatte und der alten Grundleitungen. Im Rahmen der Abbrucharbeiten wurden weitere Mängel sichtbar: Der Innenputz sandete stark ab, zudem zeigten sich diverse Risse und Ausbrüche im Mauerwerk. Nachdem die alte Styropordämmung auf der Decke des Erdgeschosses entfernt worden war, wurden auch hier gravierende Risse sichtbar. Die Decke musste in zwei Teilbereichen in Handarbeit abgebrochen und neu betoniert werden. Für diese Abbrucharbeiten wurde zunächst der Dachstuhl mit einer Hilfskonstruktion gesichert. Der Kindergartenbetrieb war in der Sanierungszeit nach Pfiffligheim ausgelagert. „Wir sind froh, dass wir wieder zurück in unseren Räumlichkeiten sind“, schmunzelt Leiterin Jasmin Dörr nach siebeneinhalb Monaten Bauzeit.
Komfort für Kinder und Erzieherinnen
Und das Warten hat sich gelohnt: Das neue Bad bietet höchsten Komfort für Kinder und Erzieherinnen. Für die Mitarbeiterinnen stehen eine abgetrennte Personaltoilette, ein separater Hauswirtschaftraum mit Waschmaschine, Trockner, Putzmittelschrank und Ausgussbecken für die Reinigungskräfte sowie ein ausreichend großer Lagerraum zur Verfügung. Der neue, kindgerecht gestaltete Badbereich beinhaltet den höhenversetzten Waschtisch, der sich für Experimente im Rahmen des Projekts „Haus der kleinen Forscher“ eignet, einen offen gestalteten Wickelbereich mit Dusche sowie drei Kindertoiletten, davon eine besonders kleine „Babytoilette“. „Die ist aber auch bei unseren größeren Kindern sehr begehrt“, berichtet Jasmin Dörr, die insbesondere auch die Zusammenarbeit mit dem städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetriebs lobt.
Damit die Spielfahrzeuge und Sandspielsachen künftig nicht mehr im Haus gelagert werden müssen, wurde im Garten ein größeres Gerätehaus aufgestellt. „Die Sanierungsarbeiten waren dringend notwendig. Wir sind froh, dass wir dank der guten Arbeit des GBB trotz der Widrigkeiten ein solch gelungenes Bad übergeben können“, betont Baudezernent Franz. Der Thema Kitas werde die Stadt jedoch noch viele Jahre intensiv beschäftigten, so Franz, bezugnehmend auf den Kita-Ausbau. Und auch der Ortsvorsteher ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Glücklicherweise konnten wir die Fassadenarbeiten nach hinten verschieben und die viel dringendere Sanierung der sanitären Anlagen vorziehen.“