24 weißrussische Kinder besuchten Nibelungenstadt / Kinder leiden unter Spätfolgen radioaktiver Strahlen
Tschernobyls Kinder
Im vierwöchigen Ferienaufenthalt in der Vorderpfalz besuchten 24 weißrussische Kinder die Nibelungenstadt gemeinsam mit DB Regio Gruppenleiter Bernd Pawel und dem Verein „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT Terrorismus, Flüchtlinge und die Folgen des gescheiterten Putschversuches in der Türkei dominieren die Medien. Wer allerdings denkt an – beziehungsweise liest oder schreibt über – die Reaktorkatastrophe im Atommeiler von Tschernobyl vor 30 Jahren? Doch während der sowjetische Supergau in Deutschland nur noch ein Datum und einen langfristigen Wendepunkt deutscher Energiepolitik darstellt, belasten die Folgen der verstrahlten Landstriche weiterhin die Menschen in Weißrussland und der Ukraine. Unter den Spätfolgen leiden besonders viele Jungen und Mädchen, da ihr Immunsystem häufig stark angegriffen ist.
Bereits seit über 20 Jahren ermöglicht die Organisation „Kinder von Shitkowitschi“ Kindern einen vierwöchigen Ferienaufenthalt bei Gasteltern in der Vorderpfalz, wobei sie traditionell einen Tag in der Nibelungenstadt verbringen. Gemeinsam mit ihrem Schirmherrn Bernd Pawel und weiteren Helfern besuchten sie wie in den Vorjahren sowohl die Hauptfeuerwache als auch den Tiergarten. Abschließend sponserte das TE ein Abendessen, bevor 24 weißrussischen Kinder wieder zu ihren Gasteltern aufbrachen.