
Von Marcus Diehl › Keine drei Punkte für unsere Landesligisten: Pfeddersheim baut seine kleine Erfolgswelle gegen Meisterschaftsanwärter Büchelberg, weiter aus, Neuhausen präsentiert sich desolat in Speyer, Wormatia verliert erneut und Gimbsheim holt ein Unentschieden.
Es war ein mehr als verdientes, torloses Unentschieden gegen ein Spitzenteam der Liga. Die Handschrift von Trainer Pietro Berrafato ist immer mehr zu sehen. Er hat es verstanden, die Mannschaft richtig anzupacken und an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen. Sie zeigt sich immer mehr als eine Einheit auf dem Platz. Bälle werden nicht hergeschenkt und jeder kämpft für den anderen.
Die Gäste waren das spielerisch bessere Team. Die TSG setzte auf ein stabiles Konstrukt und setzte Kampf, Wille und Einsatz dagegen. Mit überfallartigen Konterangriffen brachte sie ihren Gegner, das eine und andere Mal in große Verlegenheit. Die größere Anzahl sehr guter Tormöglichkeiten lag bei der TSG.
In der ersten Hälfte scheiterte Vincent Haber mit einem Kopfball an der Latte. Die beste Gelegenheit hatte Dominik Schwarz in der zweiten Hälfte. Einen Freistoß von Marcel Oehler konnte der Torhüter nur nach vorne abprallen lassen und den Nachschuss setzte der TSG-Stürmer aus fünf Meter über die Latte.
In den Schlussminuten war es für die TSG eine Abwehrschlacht. Diese hat sie aber mit Bravour geleistet, alles wurde erfolgreich wegverteidigt. Nur einmal musste Torhüter Leon Guth mit einer Flugeinlage den Ball aus der Gefahrenzone bringen.
Hat sich der TuS aufgegeben? Das Ergebnis spricht Bände. Dieses Debakel ist für das Team von Franz Graber unwürdig, so dürfte man sich nicht abschlachten lassen.
Zweimal Notbremse – zweimal Rote Karte für Gimbsheim. In Unterzahl wurde trotzdem den Pausenrückstand gedreht, um in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zu kassieren.
Die Verantwortung liegt jetzt bei Trainer Eugen Gopko, weiterhin wird er aber von Björn Weisenborn unterstützt, der damit in einer Doppelfunktion die restliche Saison bei der Wormatia bestreiten wird. Das Team scheiterte wieder einmal an der mangelhaften Chancenverwertung. Von den Chancen her könnte allerdings der Sieger nur dieWormatia sein.
Noch sind fünf Spieltage zu bestreiten. Bei der momentanen Verfassung besteht wenig Hoffnung, dass der TuS das rettende Ufer noch erreichen kann. Jetzt kommt der Tabellenführer Grünstadt an die Gaustraße. Vor heimischem Publikum muss eine andere Mentalität an den Tag gelegt werden. Für Wormatia II und Gimbsheim ist die Saison gelaufen. Beide sitzen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle fest. Die TSG benötigt noch wenige Punkte für den Klassenerhalt, sind aber auf dem besten Weg dorthin.