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Mo., 01. November 2021, 11:45 Uhr
Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: In einem guten Oberliga-Spiel holt die TSG Pfeddersheim gegen FV Dudenhofen ein verdientes 1:1-Unentschieden
TSG auf dem Wege der Besserung
Rouven Amos (Mitte) machte auf der rechten Außenbahn der TSG eine starke Partie. Der 23-jährige gelernte rechte Außenverteidiger hätte dazu beinahe noch den Siegtreffer für Pfeddersheim erzielt. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Sechs triste Wochen. Acht Spiele ohne Sieg. Hiobsbotschaften von verletzten und erkrankten Spielern schier ohne Ende. Die Fußballer der TSG Pfeddersheim haben eine richtig schwere Zeit in der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar hinter sich. Und da sollte im Heimspiel gegen den spiel- und kampfstarken Tabellendritten FV Dudenhofen die so sehnlich erhoffte Wende gelingen? Nun, zum Sieg reichte es für das Team des 33-jährigen TSG-Coaches Daniel Wilde nicht, aber das 1:1-Unentschieden in einem rassigen und guten Oberliga-Spiel gegen die Elf von Ex-TSG-Innenverteidiger und FVD-Trainer Steffen Litzel macht Hoffnung darauf, dass die Pfeddersheimer die Talsohle in der Saison 2021/2022 schon bald wieder Richtung obere Tabellenhälfte verlassen können.
Keine Gastgeschenke für die TSG
„Beide Teams können nach einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten mit dem Punkt leben“, resümierte Steffen Litzel, der sich nach seiner vierjährigen aktiven Fußballzeit im Uwe-Becker-Stadion von 2014 bis 2018 „auf die Rückkehr nach Pfeddersheim freute“. Gastgeschenke hatte der 36-jährige Fußball-Trainer („Dafür ist es so lange vor Weihnachten noch viel zu früh“) nicht im Gepäck. Ganz im Gegenteil. Dudenhofen zeigte sich bissig, drückte gegen eine erstmals wegen der vielen Verletzungen seit langer Zeit mit elf Stammspielern besetzte TSG-Startelf, in der Vincent Haber in die Innenverteidigung rückte, Edonart Leposhtaku vor der Abwehr FV-Spielmacher Marvin Sprengling in Manndeckung nahm, und Patrick Stofleth im Tor der TSG anstatt Alexander Loch zum Saisondebüt kam. Alle drei machten ihre Sache in der TSG-Defensive gut. „Sensationell sogar“, wertete Steffen Litzel die Blitzreaktion von Patrick Stofleth, der nach Flanke von Jannik Styblo auf den Fuß von Pascal Thiede das Leder gerade noch an den Pfosten lenken konnte und damit die frühe Führung des FVD verhinderte (20.).
Gästeführung resultiert aus TSG-Patzer
Die überfällige Führung, die sich Dudenhofen mit einer engagierten Spielweise und guten Einschussgelegenheiten durch Steffen Straub (12.) und Julian Scharfenberger (44.) redlich erarbeitete, war aber dann ein Gastgeschenk der TSG-Abwehr. Matthias Tillschneider, sonst ein Aktivposten in der Defensive, wehrte einen langen Ball zu kurz ab, Justin Neuner verwertete die Vorlage mit einem sehenswerten Lupfer über Stofleth („Das ärgerte mich schon, weil wir sonst hinten nur wenig zuließen“) hinweg zum 0:1 (35.).
War’s mit dem 0:1-Rückstand zur Pause um die im Saisonverlauf arg angeknacksten Pfeddersheimer geschehen? Von wegen. „Meine Elf zeigte eine tolle Reaktion, hielt im Gegensatz zur Partie gegen Speyer Mittwochabend konsequent am Spielplan fest“, war Daniel Wilde mit der Leistung seiner Mannschaft nach dem Wechsel mehr als nur einverstanden. Die TSG machte ihre mangelhafte Durchschlagskraft ob des Fehlens der etatmäßigen Stürmer Vllaznim Dautaj und Sebastian Kaster, die Waaris Bhatti auf der Mittelstürmer-Position verständlicherweise nicht ersetzen konnte, durch die schnellen Außen Rouven Amos und Fabio Schmidt sowie eine kollektiv stark agierende Mannschaft wett. Außerdem setzte Edonart Leposhtaku als Sechser auch offensive Akzente und belohnte sich für eine starke Partie selbst. Waaris Bhatti war nach Pass von Elias Burkert zwar noch abgeblockt worden, den Abpraller knallte Leposhtaku mit Urgewalt aber rechts unten in die Maschen (59.).
Rouven Amos hat Siegtreffer auf dem Fuß
Und das Beste am Auftritt der Pfeddersheimer: Die Gastgeber spielten weiter munter nach vorne. Insbesondere Rouven Amos hatte in der Schlussphase der Partie den Siegtreffer auf dem Fuß. Erst wurde der pfeilschnelle Rechtsaußen bei einem Konter rüde gebremst (73.), ehe Malcolm Little im Tor des SV Dudenhofen einen satten Linksschuss von Rouven Amos als Abschluss eines schönen Dribblings gerade so entschärfen konnte (78.). „Wir haben in Hälfte zwei ein tolles Spiel gezeigt“, konstatierte Daniel Wilde, der speziell auch noch wegen eines zweiten positiven Aspektes erleichtert wirkte, denn: „Zum ersten Mal in der Saison 2021/2022 hat sich kein Spieler bei uns verletzt.“