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Di., 24. September 2013, 17:02 Uhr
Im Verfolger-Duell wurde die SG Betzdorf verdient mit 3: 1 geschlagen und nach Hause geschickt / Rückstand zur Halbzeitpause wett gemacht
TSG bezwingt Betzdorf: Gelungenes Debut auf neuem Rasen im Uwe-Becker-Stadion
Jonas Frey sorgte mit einem gekonnten Heber über den Betzdorfer Torhüter hinweg für die 2:1-Führung. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Was macht eine Mannschaft, wenn sie 0:1 zurückliegt, dabei Torchancen versiebt und deshalb völlig unzufrieden in die Halbzeitpause geht? Da gibt es viele Möglichkeiten. In einem gut funktionieren Team spricht man die Probleme ohne Schuldzuweisung an, mit dem Versprechen, es in den zweiten 45 Minuten gemeinsam besser zu machen und eine Schippe drauf zu legen. So geschehen am letzten Samstag in Pfeddersheim. Auf den Platz kamen zu den zweiten 45 Minuten elf TSG-Spieler zurück, denen man deutlich den Willen zum Sieg ansah. Dabei waren die ersten 45 Minuten eigentlich schon ganz ordentlich, doch es fehlte einfach der letzte Biss. Vielleicht war auch der Respekt gegen die mit Pfeddersheim punktgleichen Gäste aus Betzdorf etwas zu hoch. Diese, das darf man vorweg feststellen, hielten in spielerischer Hinsicht nicht das, was man von einem Oberliga-Spitzenteam eigentlich erwarten konnte.
Aufgrund der Langzeitverletzten Spieler und jetzt auch noch Marcel Veek mit einem Bandscheibenvorfall im Nackenbereich, musste sich TSG-Coach Norbert Hess sGedanken machen, wer von seiner jungen Garde, die vorderste Front vor des Gegners Tor einnehmen soll. Er gab hierbei dem Ex-Hochheimer Jonas Frey als Angriffsspitze sein Vertrauen, was sich positiv auswirken sollte. Denn bereits in der 2. Minute tauchte dieser frei vor dem Betzdorfer Tor auf und vergab noch knapp. Enis Aztekin, jüngster Spieler bei der TSG Pfeddersheim, aber ein großes Talent, übersah leider in der 12. Minute den besser postierten Jonas Frey und scheiterte am Betzdorfer Keeper Philipp Klappert. Auch Matthias Lang hatte in der 27. und 31. Minute kein Glück bei Kopfbällen. Da stand es aber bereits 1:0 für die Gäste, als Sven Baldus in der 23. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß TSG-Keeper Thorsten Müller durch einen mehr geschlenzten Ball um die Mauer herum austrickste. Der gleiche Schütze hätte auch nach einer halben Stunde das 2:0 eigentlich machen müssen. Doch war dies nahezu alles, was Betzdorf zu bieten hatte. Die meist mit langen Bällen operierenden Gäste hatte die TSG-Spieler nach der Pause immer besser im Griff.
Bereits in der 49. Minute landete ein Kopfball von Matthias Tillschneider, nach gezielter Flanke von Dennis Seyfert, noch an der Querlatte des Gästetores. Drei Minuten später stand es 1:1. Nach einem Klotz-Freistoß war es Dennis Seyfert, der am langen Pfosten den Ball über die Linie drückte. Jetzt war Pfeddersheim voll im Spiel und 60 Sekunden später gelang die vielumjubelte Führung.
Ausgangspunkt war einmal mehr Dennis Seyfert, dessen langer Pass in den Rücken der Abwehr zu Jonas Frey fand und dieser fast von der Strafraumgrenze aus den herauseilenden Betzdorfer Torhüter mit einem Klasse-Heber überwand. Leider verletzte sich der Torschütze einige Minuten später und für ihn kam Sven Oswald in das Spiel, was sich auch sofort positiv auswirken sollte. Kaum zwei Minuten auf dem Platz, stand er da, wo ein Angreifer stehen muss und versenkte die Seyfert-Flanke per Kopf zum 3:1 ins Netz des Betzdorfer Torhüters, der in der 67. Minute wegen Nachhakens gegen Oswald den Roten Karton sah. In der Folgezeit waren die Platzherren einem weiteren Tor näher als die Gäste, die im zweiten Durchgang nur einmal den TSG-Torhüter auf die Probe stellten. In der 87. Minute folgte die nächste Rote Karte für den Betzdorfer Fation Foniq wegen eines Ellenborgenstoßes gegen Christopher Ludwig. Es war ein verdienter Sieg der TSG.
Im Pokal nach Mutterstadt
Heute Abend um 19.30 Uhr müssen die Pfeddersheimer das nächste Bitburger SWFV-Verbandspokalspiel beim Verbandsligisten TDSV Mutterstadt bestreiten.
Für die TSG Pfeddersheim spielten: Thorsten Müller, Yannick Christ, Matthias Lang Björn Miehe. Christopher Ludwig, Arijan Berisha (70. Horst Döppel) Tobias Klotz, Mathias Tillschneider, Dennis Seyfert (84. Robin Schittenhelm), Enis Aztekin, Jonas Frey (62. Sven Oswald).