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  • Mo., 09. Mai 2022, 16:25 Uhr
    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Abstiegsrunde: TSG Pfeddersheim siegt 5:2 (3:2) bei BFV Hassia Bingen und feiert frühzeitig den Klassenerhalt

    TSG Pfeddersheim bleibt Oberligist

    Aymen Chahloul (rotes Trikot) machte in Bingen eine prima Partie. Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler der TSG Pfeddersheim sorgte mit einem furiosen Solo über 60 Meter, welches er zum 4:2 abschloss, bereits kurz nach der Pause für die Vorentscheidung im rheinhessischen Oberliga-Lokalderby zugunsten der Wormser. Archiv-Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Es ist vollbracht. Durch einen spektakulären 5:2 (3:2)-Auswärtssieg im rheinhessischen Lokalderby bei BFV Hassia Bingen hat die TSG Pfeddersheim bereits vier Spieltage vor Ende der Saison 2021/2022 in der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar den Klassenerhalt in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse sicher. Die TSG Pfeddersheim bleibt damit im elften Jahr in Folge Oberligist. Mehr noch: Die Elf des jungen 33-jährigen Trainers Daniel Wilde baute in Bingen ihre eindrucksvolle Serie des Jahres 2022 aus. Seit zwölf Spielen sind die Kicker der TSG Pfeddersheim nunmehr ungeschlagen. Das Ziel für Daniel Wilde und Co. in den restlichen vier Partien der Saison lautet: Rang eins der Abstiegsrunde erreichen – und das möglichst ohne eine einzige Niederlage.

    Vllaznim Dautaj eröffnet Torreigen beim Ex-Verein

    Für das rheinhessische Lokalderby musste der Pfeddersheimer Coach aber erst einmal eine Knobelaufgabe lösen. Wie stelle ich ob des Ausfalls von Mathias Tillschneider, Henrik Nagel und Rouven Amos eine neue Viererkette in der Abwehr zusammen? Die Lösung: Elias Burkert und Vincent Haber verteidigten innen, Allrounder Waaris Bhatti und Finn Mörschel durften außen ran. „Natürlich gab es dann zu Beginn schon einige Abstimmungsprobleme“, bemerkte Daniel Wilde. Davon war bei Vllaznim Dautaj freilich nichts zu erkennen. An alter Wirkungsstätte setzte der TSG-Mittelstürmer mit einem satten Rechtsschuss auf Pass von Aymen Chahloul zur frühen 1:0-Führung gleich eine Duftmarke (5.).

    Max Lieberknecht verletzt sich schwer

    Lange hielt die Gästeführung jedoch nicht, denn ein 40-Meter-Solo von Levi-Kabenda Mukamba staubte Luis Majchrzak locker zum 1:1-Ausgleich ab (17.). Pfeddersheim legte durch einen weiteren Treffer des Kapitäns Sebastian Kaster nach Diagonalball von Vincent Haber zwar wieder vor (22.), mit dem Spiel seiner Elf im ersten Durchgang war Daniel Wilde aber nicht zufrieden: „Wir haben nicht gut gespielt, leisteten uns zu viele Stockfehler, lagen nur dank der individuellen Klasse unserer Stürmer vorne.“ Bitter für die TSG dann eine zunächst harmlos wirkende Szene, als Max Lieberknecht bei einem Zweikampf im Mittelfeld liegen blieb. Die Kniescheibe war herausgesprungen. Der Mittelfeldspieler der TSG musste ins Krankenhaus. „Definitiv sein Saisonaus“, hielt Daniel Wilde geschockt fest.

    Turbulenzen statt Pausentee

    Vogelwild und richtig turbulent ging’s nach ein paar Minuten der Schockstarre im Schlussteil des ersten Durchgangs zu. Erst sorgte ein Missverständnis zwischen Haber und TSG-Torwart Patrick Stofleth für einen Foulelfmeter, den der gefoulte Ilker Yüksal zum 2:2 nutzte (45.). Hinüber in den anderen Strafraum. Sebastian Kaster rutschte aus, Levi-Kabenda Mukamba rastete aus, weil er eine Schwalbe vermutete. Ein völlig aus der Haut fahrender Binger, ein Rempler, eine Tätlichkeit. „Irrwitzig“ fand Daniel Wilde. Schiedsrichter Julian Jung (Eichelhardt) blieb keine Wahl: Platzverweis für Mukamba (45.+2) und Elfmeter für die TSG, weil der Ball noch im Spiel war. Sebastian Kaster netzte zur schmeichelhaften 3:2-Führung der Gäste vom Punkt ein (45.+4).

    TSG spielt zahlenmäßige Überlegenheit voll aus

    In Überzahl hatte der Tabellenführer nach dem Wechsel leichtes Spiel. Erst sorgte Aymen Chahloul mit einem Kabinettstückchen beim Solo über 60 Meter nebst Tunnel gegen einen Binger Gegenspieler für das Tor des Tages (51.). Wenig später stand es 5:2 für Pfeddersheim. Patrick Huth kanonierte auf Zuspiel des überragend agierenden Chahloul trocken zur endgültigen Entscheidung ein (60.). Drei Hundertprozenter ließen Kaster, Huth und Dautaj im letzten Spieldrittel zwar noch liegen, die drei Punkte und den vorzeitigen Klassenerhalt hatten Daniel Wilde und seine TSG-Jungs jedoch längst eingepackt.

    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Abstiegsrunde:
    BFV Hassia Bingen – TSG Pfeddersheim 2:5 (2:3)
    TSG Pfeddersheim: Stofleth – Bhatti, Burkert, Haber, Mörschel (58. Lutz) – Chahloul, Lieberknecht (35. Schünke), Schmidt – Huth, Dautaj, Kaster.
    Karten: BFV Hassia Bingen – Rot: Mukamba (45.+2 / Tätlichkeit). / TSG Pfeddersheim – Gelb: Haber (12.), Stofleth (44.), Lutz (84.).
    Tore: 0:1 Dautaj (5.), 1:1 Majchrzak (17.), 1:2 Kaster (22.), 2:2 Yüksel (45. / Foulelfmeter), 2:3 Kaster (45.+4 / Foulelfmeter), 2:4 Chahloul (51.), 2:5 Huth (60.).
    Zuschauer: 40.
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