
Von Marcus Diehl > Es sollte alles besser werden in dieser Saison. Eigentlich wollte die TSG wieder zurück in die Erfolgsspur. Jedoch sinkt diese Hoffnung angesichts der Art und Weise, wie sich das Team präsentierte. Die Wormatia II feierte den zweiten Saisonsieg. Einen großen Kampf lieferte der TuS Neuhausen gegen ein Spitzenteam, auch wenn er am Ende ertragslos blieb. Am Tabellenende stehen zwei Wormser Teams, die so nicht zu erwarten waren. Während der TuS um den Klassenerhalt kämpfen wird, wollte die TSG eigentlich an den Anfang in der Tabelle – und nicht an den Schluss.
Einen absolut verdienten Erfolg feierte der SV Gimbsheim gegen die TSG. Was die Leistung betrifft, entpuppte sich das mit Spannung erwartete Duell als Enttäuschung, denn die Gäste haben einiges auf dem Platz vermissen lassen. Erst in der Schlussphase wurden sie aktiver. TSG Trainer Marco Streker sagte über die Partie: „Sehr enttäuschend, die Leistung. Heute haben wir fast alles vermissen lassen. So kann man in der Landesliga nicht bestehen.“ Die gesamte Spielzeit agierten sie viel zu phlegmatisch. Anders die Gastgeber, die das Derby mit großer Ernsthaftigkeit angegangen sind. Bereist nach fünf Minuten hätte es nach einem Foul von Rik Hiemeleers an Peter Bähr einen Elfmeter geben müssen. Die erste Chance, zu einem Treffer zu kommen, hatte danach die TSG. Den ersten Abschluss von Marlon Igert konnte Torhüter Niklas Radmacher noch abwerten, den anschließenden Kopfball von Dominik Schwarz entschärfte Kevin Siebert kurz vor der Linie. Danach ging es für den TSG nur noch bergab: Es gab zu viele Abspielfehler, vor allem in der Offensive war kein Durchkommen und in den direkten Duellen waren sie meistens zweite Sieger. Anders die Gastgeber, die mit Willen und Einsatzbereitschaft bestachen. Sehr oft waren sie den berühmten Schritt schneller am Ball und erzielten die Tore, mit großzügiger Unterstützung der TSG. Beide Male war Daniel Gawlik der Torschütze. In der 35. Minute war er galliger als Moritz Maurer und köpfte ein. Kurz vor der Pause sprang der Ball drei Mal an der Strafraumlinie, ohne dass der Ball von den Gästen geklärt werden konnte. Also nahm Daniel Gawlik den Ball auf den Schlappen und traf in die obere Ecke. Dazwischen gab es die nächste Doppelchance der TSG, wobei Lazar Ilic am Torhüter scheiterte und Fabian Herchenhan den Ball am Tor vorbeisetzte.
Auf ein großes Aufbäumen nach der Pause wurde vergebens gehofft. Zu ungenau zielten Adriano Fragomeli und Eric Reil jeweils einmal, Daniel Gallig gleich zweimal. „Das ist das einzige Manko bei meiner Mannschaft. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen. Ansonsten bin ich mehr als zufrieden. Wir haben sehr gut verteidigt und waren galliger,“ sagte Trainer des SV Gimbsheim Steven Jones. In den letzten fünfzehn Minuten drängte die TSG auf das Gimbsheimer Tor. Einige Umstellungen und Auswechslungen zeigten bei der TSG Wirkung, während bei den Altrheinern die Kräfte schwanden. Markus Schygullas Treffer wurde nicht anerkannt, weil bei der Flanke der Ball die Linie übertreten hatte.
Zweites Spiel, zweite Niederlage und wieder ohne eigenen Treffer. Die Tormaschine der letzten Bezirksligasaison kam noch nicht ins Rollen. Der TuS Neuhausen wehrte sich tapfer gegen die drohende Niederlage gegen eines der Spitzenteams der Liga. Nach einer einseitigen ersten Halbzeit kam der TuS nach der Pause besser ins Spiel hinein. Letztendlich wurde die Partie in der Schlussphase verloren. Während der TuS den Pfosten traf, machten die Gäste die Tore.
Es war ein hart erkämpfter Sieg für den VFR. Damit stehen sie zusammen mit Büchelberg an der Tabellenspitze. Matchwinner in der 82. Spielminute war Lukas Sundin mit seinem goldenen Treffer. Ein weiterer Garant für den Erfolg war Torhüter Marius Mrachacz, der einen Elfmeter in der Nachspielzeit parieren konnte. Damit war der zweite Erfolg am zweiten Spieltag der Saison perfekt.
Am Sonntag steht das nächste Derby auf dem Plan. Der SV Gimbsheim muss zur Wormatia. Neuhausen fährt zum TSV Schifferstadt. Die TSG empfängt am Samstagmittag den Aufsteiger FC Speyer, der nach einer klaren Niederlage zum Auftakt einen Kantersieg folgen ließ. Es ist an der Zeit, dass die TSG eine Reaktion zeigt.