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Mo., 30. August 2021, 08:23 Uhr
Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Die Elf von Daniel Wilde erkämpft sich in Unterzahl einen 2:0-Auswärtssieg beim FV Dudenhofen
TSG Pfeddersheim ringt Tabellenführer nieder
VON JÜRGEN JAAP | Die Wiederauferstehung ist perfekt geglückt. Wie Phoenix aus der Asche kamen die Fußballer der TSG Pfeddersheim nach der unnötigen 0:1-Pleite beim FC Speyer unter der Woche zum Ende der englischen Woche in der Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar – Staffel Süd zurück. Beim bisherigen Tabellenführer FV Dudenhofen holte sich das Team um den jungen TSG-Trainer Daniel Wilde dank einer kämpferischen Glanzleistung bei regnerischem Fritz-Walter-Wetter einen 2:0-Auswärtssieg. Und das trotz Unterzahl über mehr als eine Halbzeit.
Tolles Saison-Debüt von Matthias Tillschneider „Das war ein echtes Kampfspiel, das meine Mannschaft bravourös angenommen hat“, war Daniel Wilde mit dem kämpferischen Auftritt seiner Elf im Spitzenspiel in der Pfalz beim FV Dudenhofen mehr als einverstanden. Dabei spielte den Pfeddersheimern besonders das Comeback von Mannschaftskapitän Matthias Tillschneider, der nach Beendigung seiner Hochzeitsreise sofort wieder „ein Fels in der Brandung“ (Daniel Wilde) im Kader der TSG war, in die Karten. Schon die erste Offensiv-Aktion der Partie hob den Stellenwert von Matthias Tillschneider für die TSG heraus, landete seine Kopfball-Vorlage nach einem Freistoß doch genau bei Melchisedec Yeboah, der sich prima im Strafraum in Stellung brachte und mit links zur frühen 1:0-Führung einschoss (4.). „Eine Führung, die uns Sicherheit gab“, so Daniel Wilde.
Neun gelbe Karten und ein Platzverweis in Hälfte eins Es entwickelte sich fortan auf vom Dauerregen rutschigen Rasen eine Partie mit vielen Zweikämpfen, die Schiedsrichter Matthias Edrich (SV Bliesen) ganz offenkundig mit harter Hand beruhigen wollte. Der Saarländer zeigte im ersten Durchgang drei Kickern aus Dudenhofen den gelben Karton und verwarnte dazu fünf Pfeddersheimer. „Es war keine überharte Partie, definitiv nicht“, zeigte Daniel Wilde wenig Verständnis für das Kartenspiel des Schiris. Zumal Waaris Bhatti für „eine Allerweltsaktion“ laut Daniel Wilde vom Platz musste. Der Mittelfeldspieler spitzelte nach früher Verwarnung kurz vor der Pause den Ball weg – und sah dafür die Ampelkarte (42.). „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir sehr gut gestanden und keine wirkliche Chance zugelassen“, konstatierte Daniel Wilde.
Dudenhofen drückt auf den Ausgleich
Gegen die offensiv starken Pfälzer, die zuvor alle drei Saisonspiele gewannen und dabei 13 Tore erzielten, musste Wilde nun umstellen. Matthias Tillschneider und Edonart Leposhtaku bildeten nach dem Wechsel die Innenverteidigung. Auf Keeper Alexander Loch (Wilde: „Er hat ebenfalls ein klasse Spiel gemacht“), die Außenverteidiger Elias Burkert und Vincent Haber rollte eine Angriffswelle der Gastgeber nach der anderen zu. „Dudenhofen machte enorm Druck, wir haben verteidigt und hatten in der Mitte mit Tillschneider und Leposhtaku zwei richtige Abräumer“, sah Daniel Wilde sein Team insbesondere einer ganzen Reihe von Eckbällen ausgesetzt. Einer dieser Standards schien dann den Ausgleich zu bedeuten, doch Edonart Leposhtaku rettete mit langem Bein noch auf der Linie, den Nachschuss fischte Alexander Loch weg (75.).
Konter über Dautaj bringt den Sieg Pfeddersheim verlegte sich aufs Kontern. Vorne hatte der in Speyer umgeknickte Vllaznim Dautaj inzwischen Torschütze Melchisedec Yeboah als einzige Spitze ersetzt. Der Routinier war es dann auch, der den Deckel auf den schwer erkämpften Auswärtssieg setzte. Ein Gegenzug über den kämpferisch starken Fabio Schmidt landete bei Vllaznim Dautaj, der nicht lange fackelte und eiskalt einnetzte (82.). FV Dudenhofen steckte danach auf, Pfeddersheim hatte den in Speyer verlorenen Dreier (Wilde: „Diese schmerzliche Niederlage war die ganze Woche im Training Thema“) nachträglich eingesackt. „Eine harte englische Woche endete doch noch erfolgreich“, resümierte ein merklich erleichterter Daniel Wilde.
Mit seiner vorbildlichen kämpferischen Einstellung ist Fabio Schmidt (rotes Trikot) ein Wegbereiter für Erfolge der TSG Pfeddersheim in der Fußball-Oberliga wie etwa den 2:0-Sieg beim Tabellenführer FV Dudenhofen. Archivfoto: Felix Diehl