
Von Marcus Diehl › Pünktlich zum Ende der Vorrunde verlässt die TSG Pfeddersheim die Abstiegsränge, Neuhausen kassierte eine Klatsche zu Zuhause und Gimbsheim spielt nur Unentschieden. Wormatia aber klettert an die vorderen Ränge heran.
Die Gäste zeigten warum sie auswärts lieber ihre Punkte holen als zu Hause. Das zweitbeste Auswärtsteam der Liga war an diesem Tag zu stark für den TuS. Bereits in der 7. Minute kam die frühe Führung. Eine lange Hereingabe köpften die Gäste völlig frei zurück an den kurzen Pfosten und der Offenbacher Stürmer war gedankenschneller als der Rest und versenkte den Ball – ein Schock für die Hausherren.
Der TuS kämpfte sich dann aber so langsam in das Spiel hinein und war eine zeitlang auch ebenbürtig. Fast hätten er durch einen Fehler der Gäste profitiert. Doch bei der Hereingabe durch Kevin Bernhardt kam Yann Tatchim einen Schritt zu spät. Es war die einzige Aktion ihrer Art, wobei bei den TuS-Anhänger der Torschrei bereits auf den Lippen lag.
Endgültig auf die Verliererstraße bog der TuS kurz vor der Pause ein und dies mit Selbstverschulden. Ein schlampiger Spielaufbau auf der rechten Seite, ist den Neuhauern um die Ohren geflogen. Zwei schnelle Pässe und der Ball lag wieder im Kasten. Das dritte Tor war als Folge einer Fehlerkette nicht mehr zu überbieten, da war sogar einiges an Slapstick dabei. In der zweiten Hälfte kam der TuS überhaupt nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor, die Gäste hatte die Partie vollständig in der Hand. Zu zwei weiteren Toren kamen sie viel zu einfach – ohne große Gegenwehr. Trainer Franz Graber resümierte nach dem Spiel: „Eine Niederlage wie so oft in dieser Saison. Einsatztechnisch kann ich keinen Vorwurf machen. Wieder einmal ein gebrauchter Sonntag für uns.“
Das Ergebnis ist ein ein absoluter verdienter Erfolg für die TSG, aber eigentlich hätte der Ertrag schon zur Pause viel höher, sein müssen. Die Gastgeber agierten erschreckend schwach. Ein früher Doppelschlag durch Fabrizio Moncada per direkt verwandelter Freistoß und Dominik Schwarz brachte eine beruhigende Führung. Eine Nachlässigkeit brachte den Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte spielte die TSG weiterhin sehr dominant und belohnte sich durch Tore von Dominik Schwarz, Lazar Ilic und Fabio Schmidt. Ein Eigentor von Fabian Herchenhan brachte den zweiten Treffer der unterlegenen Pfälzer.
Seit der Tabellenführung am 11. Spieltag ist beim SV etwas der Wurm drin. Es folgten vier Spiele ohne drei Punkte. Mitschuld hatte gegen das Kellerkind die Undiszipliniertheit von einigen Akteuren. Schon letzte Woche bekam Piero Fragomlie eine Gelb-Rote Karte, diesmal war es eine Zeitstrafe wegen Meckerns. Aus einer Führung durch Adriano Fragomeli wurde ein 1:2-Rückstand. Nachdem Daniel Gawlik das Tor zum Ausgleich erzielte, nahm die Gelb-Rote Karte für den gerade einmal neun Minute auf dem Platz stehenden Yasin Yildiz, jeder Hoffnung auf den Sieg. Grund war wieder das Meckern.
Die jungen Wormaten zeigten eine reife Leistung. Trotz Unterzahl durch den Platzverweis für Torhüter John Dos Santos und einem Rückstand zur Pause, drehten sie die Partie sehr beeindruckend. Matchwinner wurde Omar Sayed, der gleich drei Mal traf. Justin Tamon und Emir Kolbüken waren die weiteren Torschützen.