
Von Marcus Diehl › Der SV Gimbsheim ist nach dem Remis wieder die beste Mannschaft in der Landesliga aus unserem Kreis. Die Wormatia verliert zum dritten Male in Folge. Mit einem Bein steht die TSG Pfeddersheim vor dem Klassenerhalt in der Liga. Neuhausen zeigt ein anderes Gesicht als in der Vorwoche.
Trainer Franz Graber: „Es war gegenüber dem Spiel in Speyer eine 180°-Wende, was den Willen und die Einsatzbereitschaft angeht.“ Der TuS zeigte ein anderes Gesicht. Das sind sie ihren Fans auf heimischen Gefilden auch schuldig. Der Tabellenführer wurde in der Defensive kaum gefordert. Zu harmlos war der TuS, wenn der Ball nach vorne gespielt werden sollte. Dafür zeigte er sich in der Abwehrarbeit sehr leidenschaftlich. Die beiden Treffer sind in der ersten Hälfte schon gefallen.
„Wir sind noch nicht durch, aber auf einem guten Weg“, sagte Trainer Pietro Berrafato. Mit dem Erfolg beim Abstiegsduell konnten sie ihre kleine Serie weiterhin ausbauen. Für den Coach waren die Tore zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Der Treffer von Mikail Ünal, in der 43. Minute, sicherte die wichtige Halbzeitführung. Das 2:0, nach einer Stunde Spielzeit, zog bei den Gastgebern etwas den Stecker. Als in der 76. Minute durch Diyar Yildiz der Anschlusstreffer fiel, konnte die TSG alles wegverteidigen. Pietro Berrafato: „Die Jungs haben hart gekämpft.“ Die intensive Arbeit macht sich immer mehr bemerkbar. Die einstudierten Abläufe wurden verinnerlicht. „Durch viele Gespräche habe ich versucht, die Jungs emotional zu greifen. Durch viele kleine positive Effekte haben sie ihr Selbstbewusstsein selber aufgebaut“, so der Coach über sein Erfolgsrezept.
Per Elfmeter sicherte Ali Aslan den Altrheinern wenigstens noch einen Punkt. Damit konnte der SV in der Tabelle die Wormatia hinter sich lassen. Das ist genau das Ziel von Trainer Steven Jones für den Rest der Saison. „Wir laufen personell auf dem Zahnfleisch. Viele Verletzte, die wir wieder mit Blick auf die neue Saison langsam heranführen. Trotzdem möchten wir noch das Maximale herausholen in den restlichen Spielen und vor allem unsere gute Heimbilanz, mit nur einer Niederlage, aufrechterhalten. Wir möchten noch unter die ersten Fünf in der Tabelle kommen.“
Es hätte auf beiden Seiten mehrere Treffer fallen müssen. Die Offensivreihen hatten nicht ihren besten Tag. Nur kurz vor dem Ende traf der Tabellenzweite zum glücklichen Sieg.
Neuhausen steht jetzt vor zwei Auswärtspartien. Am Sonntag geht es zum direkten Konkurrenten um den Abstieg, zu Phönix Schifferstadt. Die letzte Chance für den Klassenerhalt. Am Sonntag kommt die Spvgg Ingelheim zur TSG Pfeddersheim – dem direkten Tabellennachbarn. Die Spvgg hat in den letzten vier Partien die gleiche Anzahl an Punkten geholt, wie die TSG. Für Gimbsheim und die Wormatia ist die Saison gelaufen. Sie werden im sicheren Mittelfeld landen. Nur der VfR könnte mit einem Heimsieg gegen FSV Schifferstadt am Sonntag etwas Schützenhilfe für Pfeddersheim und Neuhausen leisten. Wenn Neuhausen seine Aufgabe erfolgreich lösen kann.