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  • So., 20. August 2023, 12:08 Uhr
    OBERLIGA: Neuer Trainer soll zeitnah verkündet werden / Pfeddersheim holt ein 3:3 gegen Pirmasens

    TSG trennt sich von Trainer Ehrenberg

    Auch zwanzig Meter vor dem Tor darf einfach mal abgezogen werden. Neuzugang Belel Meslem zeigte kurz vor der Pause, dass er dieses Metier beherrscht, indem er unter die Latte zur 2:1-Führung traf. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Das wichtigste vorneweg: Am Freitagabend trennte sich die TSG Pfeddersheim von ihrem Trainer Tobias Ehrenberg. Sportlicher Leiter Rolf Emrich; „Wir als Verein hatten nicht mehr das Vertrauen in unser Trainerteam. In einem Gespräch mit Tobias haben wir unsere Gründe dargelegt. Die Entwicklung der vergangenen Wochen ging in die negative Richtung.“
    Das Intermezzo von Trainer Tobias Ehrenberg dauerte gerade einmal acht Monate. Der angestrebte Klassenerhalt wurde am letzten Spieltag gerade noch erreicht. Aufseiten der TSG wurde immer wieder betont, dass Ehrenberg menschlich zwar top sei, aber einfach zu brav gewesen sei – im Gegensatz zu seinen zwei Vorgängern, die lieber die harte Tour gefahren sind. Jetzt müsse das Anforderungsprofil des neuen Trainers eine Mischung aus den beiden Faktoren sein.

    „Wir werden zeitnah den neuen Trainer verkünden. Mit unserer absoluten Wunschlösung wurde schon Kontakt aufgenommen und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir es stemmen können“, verkündete Rolf Emrich nach dem Spiel gegen Pirmasens.

    Reaktion der Mannschaft gefordert

    Die Mannschaft wurde im schweren Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FK Pirmasens vom ehemaligen Spieler Benjamin Himmel mit der Unterstützung des verletzten Kapitäns Sebastian Kaster betreut. Von der Mannschaft musste eine Reaktion her nach der sehr schwachen Leistung unter der Woche gegen Dudenhofen und die Mannschaft zeigte ein anderes Gesicht.

    Neuzugang Belel Meslem startete auf der linken Offensiv-Seite. Aykan Aydin hatte die Sturmmitte besetzt, mit der Unterstützung von Gianni Aulette über rechts. Lion Schubach wechselte eine Position nach rechts hinten. Der Start in die Partie war sehr verheißungsvoll. Wie im letzten Heimspiel gegen Karbach, mit der Unterstützung der Gäste.

    Frühe TSG-Führung

    In der vierten Spielminute die Führung für die TSG. Der Gästekeeper und seine Vorderleute waren sich nicht einig, wer jetzt das Spielgerät übernehmen sollte und beim letzten Klärungsversuch trifft Daniel Bohn noch in das eigene Tor. Der frühe Treffer gab noch Sicherheit im Spiel der TSG hinzu. Die Gäste wirkten in ihrer Spielanlage zielstrebiger. Die TSG setzte Kampfgeist dagegen und hatte einen Torwart in ihren Reihen, der immer besser in der Oberliga zurechtkommt. In der 10. Minute verhinderte Sören Pätzold gegen Luka Dimitrijevic den Ausgleich.

    Beide Teams setzten nicht viel auf Taktik und suchten ihr Glück in der Offensive. Vor allem Lion Schubach hatte auf der rechten Abwehrseite viel Arbeit zu verrichten. Mit Luka Dimitrijevic hatte er einen Gegenspieler, der an diesem Tag gut aufgelegt war. Fast alle gefährlichen Situationen gingen von seiner Seite aus. So war es keine Überraschung mehr, dass der Ausgleich von diesem Spieler vorbereitet wurde. Er hatte zu viel Zeit bei seiner Hereingabe. Kein TSG-Akteur konnte letztendlich die Flanke verhindern. In der Mitte war es dann schwer, den Kopfball von Jannick Griess zum Ausgleich zu unterbinden.

    Kurz vor der Pause die erneute Führung der Gastgeber. Immer wieder rückte Belel Meslem ins Mittelfeld ein. Zwanzig Meter vor dem Tor knallt er den Ball unter die Latte. Eine 2:1-Halbzeitführung, die nicht unverdient für die TSG ist. Sie mussten dafür aber einen enormen Aufwand betreiben.

    Auf dem Zahnfleisch

    Im Verlauf der zweiten Hälfte haben die Gäste immer mehr die Oberhand genommen. Die TSG war einzig über den agilen Gianni Auletta in der Offensive noch vorhanden. Der letzte Pass in der Box erreicht nie einen Abnehmer. Die erste Chance für die Gäste wurde von Torhüter Sören Pätzold und Matthias Tillschneider gerade noch verhindert. Gerade als Benjamin Himmel sein Team aufforderte, wieder in die Zweikämpfe zukommen, fällt der Ausgleich. Schon im Mittelfeld war das Anlaufen zu passiv, sodass Luka Dimitrijevic ohne Gegenwehr den Ausgleich erzielen konnte. Ein Teil der Mannschaft ging zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Zahnfleisch. Die Kraftreserven waren aufgebraucht. So lag die Führung von Pirmasens in der Luft. Sie kam in der 81. Spielminute. Drei Spieler der Gäste hätten würfeln können, wer den Angriff erfolgreich abschließen kann. Alle tauchten im Strafraum völlig frei vor Torhüter Sören Pätzold auf. Letztendlich war es Daniel Bohn, der zum 2:3 trifft.

    Umjubelter Ausgleich

    Der umjubelte Ausgleich war Fabio Schmidt vorbehalten. Der Gästetorhüter hatte scheinbar von den Freistoßkünsten von Fabio noch nichts gehört. Er spekulierte auf eine Flanke Richtung lange Eck und machte dabei das kurze Eck völlig frei. Diese Einladung nutze Fabio Schmidt aus nicht einfacher Lage mit einem Geniestreich aus. Unterm Strich ein verdientes Remis für die TSG. Vor allem gut für die Moral in der Truppe.

     
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